{"id":160,"date":"2017-12-13T05:00:34","date_gmt":"2017-12-13T04:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/?p=160"},"modified":"2020-11-29T20:35:55","modified_gmt":"2020-11-29T19:35:55","slug":"sri-lanka-dezember-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/?p=160","title":{"rendered":"Sri Lanka &#8211; Dezember 2017"},"content":{"rendered":"<!--themify-builder:block-->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":72,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[28,30,29],"class_list":["post-160","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-24","tag-28","tag-dezember","tag-sri-lanka","has-post-title","has-post-date","has-post-category","has-post-tag","has-post-comment","has-post-author",""],"builder_content":"<p>Sri Lanka Dezember 2017<br \/>3.12.2017<br \/>Ich kenne unsere Christina, genannt Ti, seit dem Tag, an dem unsere Hana vor 23 Jahren zur Welt kam. Als ich<br \/>am Flughafen Dubai im Schichtdienst arbeitete, huetete sie Hana, spaeter Hana und Faris, und schmiss<br \/>meinen Haushalt. Waere sie damals in meiner schwierigen ersten Ehe und dann in der Trennungsphase nicht<br \/>bei mir gewesen, haette ich diese Zeit nicht durchgestanden. Als ich 1997 Dubai verliess und mit Josef nach<br \/>Deutschland zurueck ging, kam sie mit, war sechs Monate bei uns. Da wir jedoch ihr Visum nicht verlaengern<br \/>konnten, ging sie zurueck in die VAE, arbeitete fuer Freunde und Bekannte. Und als wir 2007 wieder nach<br \/>Dubei kamen, kam sie wieder zu uns zurueck und wohnte bei uns. Sie ist im Fruehjahr diesen Jahres nach 35<br \/>Jahren in den Emiraten nach Sri Lanka zurueck gekehrt. Als klar war, dass wir Dubai verlassen wuerden, habe<br \/>ich sie ueberzeugt, dass sie sich auch langsam zur Ruhe setzen muesse. Sie ist 54 Jahre alt, ein Jahr juenger als<br \/>ich, und hat immer sehr hart gearbeitet, bis zu fuenf Haushalte geputzt, Kinder gehuetet, eingekauft,<br \/>gekocht, gegaertnert. Sie hatte Angst vor diesem Schritt, aber ich habe sie ueberzeugt, jetzt zu gehen, so<br \/>lange sie ruestig ist und sich zuhause noch sozialisieren und etwas aufbauen kann. Nach diesen drei Wochen<br \/>bei ihr, denke ich, die Entscheidung war auf jeden Fall richtig. No place like home! Ich habe sie auch nie so<br \/>wenig ueber irgendwelche Gebrechen klagen hoeren wie in diesen drei Wochen. In Dubai ist sie immer<br \/>ausgesprochen psychosomatisch unterwegs.<br \/>Eigentlich wollten wir schon im August zu ihr reisen. Sie hatte sich jedoch ihrer ehemaligen Visa-Geberin von<br \/>Dubai, Zoe, verpflichtet, ihre Katzen fuer vier Wochen zu hueten, waehrend diese mit Mann in ihrem Haus in<br \/>Spanien weilt. Teurer Katzensitter: Ticket, Visum, und noch Dhs 2000 on top (ca. 450 EUR), wovon Christina in<br \/>Sri Lanka einige Monate leben kann. Dasselbe stand jetzt direkt nach unserer Reise ueber Weihnachten<br \/>wieder an, so dass Christina zwei Tage nach unserer Abreise ebenfalls nach Dubai flog, wieder fuer vier<br \/>Wochen. Und obwohl ihr diese Einsaetze irgendwie Spass machen (ist ja auch Klasse!), sie auch nicht wirklich<br \/>viel zu tun hat und socializen kann, jammert sie nun doch wieder seit ihrer Ankunft in Dubai ueber Schmerzen<br \/>und Verspannungen. Ausserdem reissen diese Abwesenheiten sie sehr aus ihrem Alltag zuhause, und es ist<br \/>dann wieder schwer, hinein zu finden. Aber naja, nachdem sie ansonsten keinerlei Einkommen hat, ist das<br \/>eine gute Sache.<\/p><p><\/p><p>Sind also am 28.11. ab Duesseldorf nach einer Woche bei Toechterle Simone, Alec und den Kindern mit der<br \/>OS ueber VIE nach CMB geflogen. Hatten in VIE sechs Std Aufenthalt und sind in die Stadt gefahren, dort bei<br \/>Temperaturen um 0 Grad herum ca 3 Std lang herum spaziert. In der Innenstadt Vorweihnachtsstimmung,<br \/>Buden mit allerlei Kruschtel, ueberall Touristen trotz der Kaelte. Die Fiaker-Kutscher finden wenig Kundschaft.<br \/>Moechten eigentlich in ein gemuetliches Cafe und eine typische Melange trinken. Am Ende gibt's im Stehen<br \/>eine recht fettige Grillwurst und Gluehwein. Auch nicht schlecht. <br \/>Der Flieger ist voll, aber wir bekommen mit Glueck noch 2 Plaetze zusammen, und sogar in der C, sodass wir<br \/>einigermassen schlafen koennen. Landen ca 7:00 morgens am 29. in CMB, sind viel schneller raus als<br \/>erwartet, kaufen noch eine SIM-Karte und warten auf Ti. Sie hatte darauf bestanden uns abzuholen und<br \/>kommt mit Nachbar Ranjan und dessen Tuktuk. Er und seine Familie sind hier Tis Rettung; sie moegen sie<br \/>sehr und helfen ihr viel, sind auch danbar fuer die angenehme Nachbarschaft. Vor unserer Anreise hier<br \/>waren Ti, ihr Mann, Paul, und Ranjan noch fiebrig aktiv gewesen, damit auch ja alles recht ist, wenn wir<br \/>kommen. Ranjan hat noch hurtig, hurtig den Wohnzimmerfussboden mit der fuer hier typischen<br \/>bullenblutroten Lackfarbe lackiert, leiht Ti fuer uns Teller und Schuesselchen, sogar sein Sofa. Sie hat ihr<br \/>Schlafzimmer fuer uns geraeumt, uns ein wunderschoenes barbie-rosafarbenens Mosquitonetz ueber das<br \/>Bett gehaengt, und Paul musste noch einen Teil des Gartens einfrieden, um dort die Hunde einzusperren. Nur<br \/>gelang es nicht, sie einzufangen, so dass sie doch die ganze Zeit um uns herum tollten. Wir gewoehnten uns<br \/>jedoch rasch an die Meute und sie sich an uns.<br \/>Mittlerweile ist der vierte Tag vorbei, und wir haben uns so an alles gewoehnt, dass wir es recht gemuetlich<br \/>finden. Ihr Haeuschen ist recht gross, mit geraeumigem Wohn-\/ Esszimmer, drei Schlafzimmern, wovon eines<br \/>im Moment noch Rumpelkammer ist, einem Bad im Haus mit fliessend Wasser, Dusche und westlichem WC,<br \/>einer weiteren westlichen Toilette draussen vom Hof aus zugaenglich und einer geraeumigen Kueche. Den<br \/>ehemals offenen Kamin mit Feuerstelle hat sie nach oben abdecken lassen und anstatt der Feuerstelle einen<br \/>Zweiflammengasherd. Vollkommen ausreichend. Die Kuechenschraenke aus Teakholz werden gerade<br \/>angefertigt und haetten eigentlich auch schon geliefert sein sollen. Aber sie hat eine schoene Arbeitsflaeche,<br \/>ein urspruengliches Billy-IKEA-Regal (Erbstueck von Mark aus Dubai), sowie einen Teil ihrer massiven<br \/>Ueberseekiste vom Umzug aus Dubai zur zusaetzlichen Arbeitsflaeche umgebaut. Es geht also wunderbar. <br \/>Hinter der Kueche ist draussen der Brunnen. Man kann mit dem Eimer Wasser hoch holen, aber es gibt auch<br \/>eine Pumpe, die Wasser in einen Tank auf's Dach pumpt, so dass in Kueche und Bad fliessend Wasser ist,<br \/>wenn auch nur kaltes. Da die Pumpe jedoch Strom kostet, holt man fuer Vieles das Wasser direkt mit dem<br \/>Seil aus dem Brunnen.<br \/>Unser Schlafzimmer hat Ti liebevoll eingerichtet, und Ranjan hat vor der Haustuer noch ein Sonnensegel<br \/>gespannt, das allerdings bis gestern mehr als Regenschutz diente. Um Tis Haus herum ist das Dorf recht<br \/>zersiedelt, die Grundstuecke alle gruen und eingewachsen. Direkt neben ihr ist ein grosser Kokospalmenhain,<br \/>der leider kaum gepflegt oder abgeerntet wird. <br \/>Ti's Grundstueck auf der anderen Strassenseite<br \/>Auf der anderen Seite des Durchgangsweges hat Ti noch ein bisschen Land, ca 30 perches (1 perch sind<br \/>25qm). Diese werden bisher noch wenig genuetzt, sind in recht chaotischer Anordung und vom Dschungel<br \/>bedraengt mit zwei Kokospalmen, die immerhin ca alle 3-4 Monate bis zu 30 Kokosnuesse abwerfen, ein paar<br \/>Bananenstauden, sowie sich wild verbreitenden Tapiokas beplanzt.<br \/>Die ersten Tage hat es viel geregnet, so dass wir sie im und um's Haus verbracht. Josef betaetigte sich<br \/>handwerklich, ich half ihm und Ti kochte Curries fuer uns: Mango-Curry, Breadfruit-Curry, Jackfruit-Curry, <br \/>Bananenblueten-Curry,.... dazu crushed white rice oder red rice. Sind nur zum Einkaufen und, um eine<br \/>Bohrmaschine zu mieten, zwischen Pfuetzen durch die Reisfelder nach Miniwangode gelaufen.<br \/>Ausser Ti wohnen noch vier erwachsene Hunde im Hof und drei Welpen hinter'm Haus. Um das Haus herum<br \/>laufen Streifenhoernchen spazieren. Eines davon hat sein Nest aus Kokosfasern in den Dachbalken ueber Tis<br \/>Zimmertuer gebaut. Fegen jeden Tag eine Schaufel davon weg, denn das Dach ist offen, und es gibt keine<br \/>Zimmerdecken. Man guckt auf das nackte Eternitwellblechdach (ja, Asbest ueberall im Land!), was zunaechst<br \/>ungemuetlich und fabrikhallenartig wirkt.<br \/>Aber zwischen den Aussenmauern und dem recht weit ueberhaengenden Dach ist ein ca 20cm breiter Spalt,<br \/>so dass die Luft zirkulieren kann und im Haus immer ein kuehles Lueftchen weht. Als wir zuerst ankamen,<br \/>dachte ich, man muesste der Behaglichkeit halber unbedingt Decken einziehen. Aber die Konstruktion macht<br \/>Sinn, erstens wegen des o.g. kuehlen Lueftchens und, zweitens, weil sich sonst auf der Decke allerhand Getier<br \/>ansiedeln und alles mit Kot verschmutzen wuerde. Wie schon so oft, stellte ich fest, dass man eine Weile in<br \/>einem Land gewesen sein muss, um zu verstehen, was wie und warum gemacht wird. Setzt man seine<br \/>Massstaebe aus dem eigenen Umfeld an, stellt man bald fest, dass es hier unpassend ist und nicht<br \/>funktionieren wuerde. Und diese durchlaessigen Haeuser haben einen weiteren schoenen Vorteil: Es ist ein<br \/>wenig wie Dauerzelten. Man hoert alle Umgebungsgeraeusche, als wuerde sich das Leben direkt neben dem<br \/>eigenen Bett abspielen: frueh morgens die unendlich vielen verschiedenen Vogelstimmen, das freundliche<br \/>Gebrabbel der zum Leben erwachenden Nachbarschaft, das Swisch-Swisch der fegenden Besen, nachts das<br \/>Schuppern der Hunde unter dem Fenster, in der Ferne die Gesaenge der buddhistischen Moenche.<br \/>(Waehrend ich dies schrieb, landeten die plappernden so genannten \"Seven Sisters\", eine recht<br \/>unscheinbare, ca. amselgrosse, sandfarbene Vogelart, die tatsaechlich immer zu siebt auftritt, im Hof und<br \/>badeten in einem Blumentopfuntersetzer, der zu diesem Zweck immer mit frischem Wasser gefuellt wird.)<br \/>Paul lebt noch in Piliyandale. Die beiden sind seit 30 Jahren verheiratet, haben jedoch nie zusammen. gelebt.<br \/>Sie haben keine Kinder, aber Ti hat ihm immer Geld geschickt, und er hat das letzte Mal gearbeitet, als Hana<br \/>zur Welt kam. Sie ging einmal im Jahr fuer maximal zwei Wochen nach Hause, kam jedes Mal krank wieder,<br \/>und die beiden wurden sich immer fremder. Insofern habe ich gut verstanden, dass sie nicht zu ihm ins Haus<br \/>zurueck kehrte, sondern sich etwas Eigenes geschaffen hat. Nun freut es mich, zu sehen, dass sie sich<br \/>langsam annaehern. Er braucht fuer die relativ kurze Strecke vier Stunden und mehr mit dem Bus, kommt<br \/>aber treu und redlich mindestens einmal die Woche fuer eine oder zwei Naechte. Wir hoffen, dass er ueber<br \/>kurz oder lang sein Haus in Piliyandala und noch zwei weitere Grundstuecke anderswo verkauft und zu Ti<br \/>zieht, damit sie sich gegenseitig haben. <br \/>Paul und Ti in Negombo - Teepause<br \/>Gestern war das Wetter besser, und es hat uns rausgedraengelt. Ranjan fuhr uns und Ti nach Negombo, eine<br \/>chaotische Fischerstadt mit 70 - 80% Christen. Wir schauen uns das Wenige angeschaut, das es dort zu sehen<br \/>gibt. In der groessten Kirche, der St. Mary's Cathedral, ist gerade Hochzeit. Alle Beteiligten huebsch<br \/>aufgebrezelt: die Damen in schillernd bunten Saris, heftig geschminkt, die Braut drall im weissen<br \/>Hochzeitskleid mit langer Schleppe. Von der Kirche aus laufen wir Richtung Meer. Am Strand sind auf einer<br \/>weiten Flaeche grosse Sisalmatten mit zum Trocknen ausgelegtem Fisch ausgebreitet.<br \/>Am Rand sind ein Mann und eine Frau damit beschaeftigt, Fisch mit Salz einzureiben und in einen Bottich zu<br \/>schichten, wo sie ihn drei bis vier Tage liegen lassen, dann das Salz abwaschen, um ihn auf den Sisalmatten zu<br \/>trocknen. <br \/>Von dort laufen wir weiter ueber den Gemuesemarkt, dann den Trockenfischmarkt, bis zur langen Lagune,<br \/>die Negombo einen sicheren Hafen bescherte und in der Kolonialzeit seine Bedeutung als Hafenstadt und<br \/>Warenumschlagsplatz begruendete. Sri Lanka war bei den Kolonialmaechten sehr begehrt: Erst kamen die<br \/>Portugiesen (1500 - 1650), dann die Hollaender (1650 - 1800), schliesslich die Englaender (1800 - 1950).<br \/>Spuren der diversen Eroberer sieht man noch heute ueberall in Form von Forts, alten Haeusern, Orts- und<br \/>Strassennamen, und nicht zuletzt den so genannten Burgers. Ti betont auch immer wieder, halb Buerger zu<br \/>sein. Das heisst, dass in ihren Adern ein wenig portugiesisches, hollaendisches oder englisches Blut fliesst.<br \/>Unser Ansinnen auf dieser Reise ist es vor Allem, Ti zu sehen und ihr ein wenig moralische Unterstuezung und<br \/>praktische Hilfe zu geben. Ich haette viele Ideen, was man hier noch alles machen koennte: Eine Veranda an<br \/>der Vorderseite des Hauses waere schoen. Ein gepflasterter Weg zwischen Hoftor und Haustuer mit<br \/>Rasenflaeche aussenrum waere toll. Ein neues Tor waere faellig. Ein zusaetzliches Raeumchen als<br \/>Rumpelkammer waere sehr gut, damit man die jetzige als Schlafzimmer moeblieren kann. Zunaechst dachte<br \/>ich auch, es waere gut, die Dusche im Bad abzugrenzen, damit beim Duschen nicht alles unter Wasser steht.<br \/>Aber nach ein paar Tagen hier stellte ich fest, dass es besser ist, wenn alles unter Wasser steht, weil man es<br \/>dann mit dem Gummischaber ruck-zuck wieder trocknen kann und auf diese Weise alles Getier, was sich im<br \/>Laufe eines Tage im Bad ansiedelt, mit dem Wasser weg gefegt wird. Ein Kollektor fuer warmes Wasser waere<br \/>nicht schlecht. Und man muesste die gegenueber liegenden Grundstuecke, vom Dschungel befreien,<br \/>vielleicht noch ein Haeuschen bauen, das man als B&amp;B an Touristen vermieten kann. Es wuerde uns nicht<br \/>langweilig werden hier.<br \/>Heute haben wir mit Paul auf den Grundstuecken gegenueber stundenlang geschuftet, Baeume geschnitten,<br \/>von Hand zerhaechselt und zu einem Komposthaufen geschichtet; Paul hat mit einer kleinen Handsense in<br \/>der Hocke viele Quadratmeter von Grass und Rankepflanzen befreit. Die Leute haben sich sehr gewundert. <br \/>Wir sind ohnehin schon wie zwei \"weisse Elefanten\" oder \"bunte Hunde\" hier um Dorf. Und dann malochen<br \/>wir auch noch!<br \/>Heute frueh sind wir ein wenig spazieren gegangen, haben auf einem Grundstueck ein Weilchen einem<br \/>Mann mit einer Motorsense zugeschaut, und bevor wir zurueck waren, hatte Ti schon einen Anruf von ihrem<br \/>Klempner erhalten, dessen Frau und Tochter wir offenbar begegnet waren; er informierte sie, dass wir uns<br \/>nach der Motorsense erkundigt haetten. Aha! Die Buschtrommel funktioniert.<br \/>Ab heute soll das Wetter mindestens fuer eine Woche schoen werden. Wir moechten mit Ti fuer ein paar<br \/>Tage in das \"Hill Country\" nach Kandy in der Inselmitte fahren. Aber dazu spaeter.<br \/>Wir sind hier im Einzugsgebiet Colombos; es leben hier 25% der Gesamtbevoelkerung Sri Lankas, naemlich 5<br \/>Mio Menschen. Dennoch gibt es ausserhalb der Staedte und Doerfer keine Muellabfuhr. Zwar stehen ueberall<br \/>schoene Schilder mit \"DO NOT LITTER\", aber wohin mit dem Muell? Also verbrennen die Leute alles, was<br \/>uebrig bleibt, wie auf den Philippinen, wie in vielen Laendern der Dritten Welt, hinter ihren Haeusern. Leider<br \/>sind auch sie nicht vom \"Plastiksegen\" der Industrienationen verschont. Bei Ti haeufen sich mittlerweile<br \/>einige Tueten Muell, und wir wissen nicht recht, was tun. Nach vielem Nachfragen bei den Nachbarn stellt <br \/>sich heraus, dass in Miniwangoda entlang der Hauptstrasse wohl der Muell abgeholt wird. Wir werden es mal<br \/>ausprobieren und das eine oder andere Tuetchen dort abstellen. Vielleicht waere das die Loesung fuer Ti:<br \/>jedes Mal, wenn sie ins Dorf geht zum Einkaufen, nimmt sie eine Tuete mit und stellt sie unauffaellig zu den<br \/>anderen. Es gibt nicht einmal die Recycling-Muellsammler wie in Dubai, die sich mit dem Verkauf von<br \/>Kartonagen und Blechdosen Geld verdienen. Es gibt hier ausserhalb der Stadt, trotz der recht dichten<br \/>Besiedelung, auch keine Klaeranlage, nur Sickergruben, mit der Vorschrift, dass zwischen Brunnen und<br \/>Sickergrube mindestens 50 Fuss, ca 17m, liegen muessen. Habe Zweifel, dass das bei Ti der Fall ist, und wenn<br \/>ja, dass das ausreicht. Alles Wasser wird abgekocht und nur geschaeltes Obst und gekochtes Gemuese<br \/>gegessen.<br \/>On the positive side: Es ist herrlich, hier aufzuwachen. Die unendliche Vogelstimmenvielfalt, das Licht, die<br \/>Waerme, die Vegetation, die vielen verschieden schillernden Schmetterlinge im Garten, das nette<br \/>Geschnatter der Nachbarn, die Streifenhoernchen, die auf dem Dach trappelnd Fangen spielen, leises<br \/>Geklapper in der Kueche neben uns. Man begruesst sich ueber die deckenlosen Zimmerwaende hinweg:<br \/>\"Good morning, Ti!\" \"Good morning, Rita and Arbab!\" Sie hoert uns ueberall im Haus und wir sie.<br \/>Gestern haben Paul und Josef an dem kleinen zementierten Hof zwischen Kueche und Brunnen ein<br \/>Maeuerchen gemauert, damit nicht bei jedem Regen die Erde vom darueber liegenden Beet vor die Kueche<br \/>gespuelt wird. Ich konnte nicht viel beitragen. Mein vor 8 Wochen operierter Fuss schwillt in der Waerme wie<br \/>3 Wochen nach der OP. Selbst morgens direkt nach dem Aufstehen ist er dick. War wenigstens mit Ti vorn an<br \/>der Kreuzung zur Hauptstrasse und haben nach Guthaben fuer's Handy geschaut.<br \/>5.12.2017<br \/>Letzte Nacht haben uns die Welpen wachgehalten. Ihre Mutter versteht nicht, dass sie bei ihnen bleiben<br \/>muss, hat keine Lust, sie zu saeugen; also haben sie die ganze Nacht nach ihr geschrien. Die arme Ti war ganz<br \/>aufgeloest heute frueh. Hoffe, die werden bald von Leuten adoptiert. Sonst springen hier demnaechst 7<br \/>Hunde herum. Jedenfalls hat Ti nach dieser Nacht verinnerlicht, dass man die beiden Huendinnen sterilisieren<br \/>lassen muss.<br \/>Heute frueh und hat uns der freundliche Ranjan nach Gampaha zum Bahnhof gebracht. Sind mit Ti 5 - 6 Tage<br \/>unterwegs. Der Zug ist herrlich. Tuckert mit sehr gemaechlichen 60 km\/h, so dass man viel Zeit hat,<br \/>die Landschaft zu bewundern.<br \/>Zunaechst waren wir in Pinnewala im Elephant Orphanage, der Touristenattrraktion Sri Lankas schlechthin.<br \/>Sind schon um 12:30 angekommen und haben ueber das Handy eine nette Unterkunft direkt gegenueber<br \/>vom Orphanage gefunden. Nicht so gemuetlich, aber dafuer sauber und neu. Haben dann fuenf Stunden bei<br \/>den Dickhaeutern verbracht. Sehr beeindruckend, diese riesigen Saeugetiere. Besonders das Baden im Fluss, <br \/>wo man sie lange und ausdauernd und aus relativer Naehe beobachten kann, hat mich richtig beruehrt. Sie<br \/>werden mitten durch das Dorf vom Orphanage zum Fluss und wieder zurueck begleitet.<br \/>Hana und Faris waren mir ihren Klassen aus Dubai schon hier, meine Kollegen aus Dubai waren im Rahmen<br \/>eines Regional Meetings, das ich organisiert, an dem ich jedoch nicht teilgenommen habe, schon hier. Und<br \/>ich hatte es immer auf meiner Liste. Es hat sich gelohnt. Herrlich - fast 50 Elefantenkuehen und Kaelbern in<br \/>einer Herde in beinahe nautuerlicher Umgebung zuzuschauen.<br \/>Unser Wirt empfahl uns danach noch zum Sonnenuntergang einen Spaziergang zur nahe gelegenen Bruecke<br \/>ueber den Fluss. Was ein Spektakel! Vor Sonnenuntergang hingen Tausende von Fledermaeusen in den<br \/>Baeumen im Flussbett. Dafuer bezogen unzaehlige Graustoerche, Kormorane, Kuhreiher und viele andere<br \/>Voegel in den Baeumen im und am Fluss ihr Nachtquartier. Kurz vor Dunkelheit flog die erste Fledermaus mit<br \/>einer Spannweite von ca einem Meter ueber unsere Koepfe hinweg. Zoegerlich kam die naechste, dann noch<br \/>eine, dann gleich mehrere. Und schliesslich flogen Aberhunderte ueber unsere Koepfe hinweg alle in dieselbe<br \/>Richtung davon. Welch ein Schauspiel!<br \/>Danach haben wir gerade eben noch in zwar gepflegter Atmosphaere draussen sitzend, aber teuer und nur<br \/>maessig gut gegessen. Die Koeche hier koennen nur Curries und Rotis. Alles andere ist schlecht imitiert. <br \/>6.12.2017<br \/>Haben heute lange am Fruehstueckstisch gesessen. Es gab Srilanki und Continental. Rice hoppas mit DalSauce und Coconut Sambal, parallel dazu leckeres getoastetes Weissbrot mit Butter und grell-rosa<br \/>Marmelade ungewisser Herkunft. Nach dem Fruehstueck haben wir noch einen Spaziergang durch bewaldete<br \/>Grundstuecke und Reisfelder gemacht, in der Ferne der Kartoffelberg, so heisst er auf sinhali, weil er<br \/>tatsaechlich aussieht wie eine ueberdimensionierte, von einem Riesen in die Landschaft geworfene Kartoffel.<br \/>Auf seinem nackten Ruecken thront ein weiss leuchtende Stupa. Waere sicher eine wunderschoene<br \/>Wanderung dort hoch; ist jedoch mit meinem dauerhaft geschwollenen Fuss nicht dran zu denken. Gott sei<br \/>Dank hat Ti ein paar Sandalen in Groesse 38 uebrig, Erbstuecke von der guten Agneta, eine ihrer<br \/>Arbeitgeberinnen in Dubai, eine Schwedin. Da passt mein Fuss gut rein. Ohne sie waere ich recht verloren<br \/>gewesen auf dieser Reise.<br \/>Checken aus und fahren nach Rambukkane zum Bahnhof zurueck, dem wir gestern ausgestiegen sind.<br \/>Bewundern noch das Stellwerk aus der britischen Kolonialzeit und tuckern dann mit dem Bummelzug durch<br \/>stetig bis auf 500 m ansteigende spektakulaere Landschaft nach Kandy.<br \/>Finden mit dem Tuktuk das Madugalle's Friendly Family Guest House, das in unserem Reisefuehrer als Kandy<br \/>Inn verzeichnet und als Antiquitaetensammlung beschrieben ist und das ich vorgestern telefonisch gebucht<br \/>habe. Es ist ein altes Haus, eingeklemmt zwischen den Gleisen und einer der laermenden, stinkenden<br \/>Hauptverkehrsadern durch Kandy. Aber als die Tuer hinten uns schliesst, umfaengt uns daemmrige, friedliche<br \/>Stille. Es fuehlt sich an wie eine Oase, alles ein wenig dunkel, die obligatorische, hier dunkelbraune<br \/>Bodenlackfarbe, alte, schwere, dunkle Moebel, eine ganze Wand mit der Ahnengalerie des Eigentuemers. Die<br \/>Dame des Hauses, Mrs. Madugalle, in einen schoenen Sari gehuellt, spricht ein feines und gepflegtes<br \/>britisches Englisch mit dem typischen Akzent der Sri Lankis, neben sich stets ihre sehr alte Mutter im weissen<br \/>Sari, sanft laechelnd. Die Familie wohnt im unteren Stockwerk. An einer Galerie im oberen Stockwerk, nach<br \/>oben offen zum Himmel, nach unten offen zum Kuechen- und Flurbereich des Erdgeschosses, liegen 5<br \/>Gaestezimmer, jeweils mit Bad. In der Mitte ist ein schoener ueberdachter Freiluftsitzplatz, umgeben von<br \/>Blumentoepfen und huebschen Bildern. <br \/><br \/>Unser Dreibettzimmer ist einfach aber voellig adaequat. Bekommen als Willkommenstrunk einen sehr<br \/>gepflegten Tee aus feinstem srilankischen Porzellan und ziehen dann in die Stadt. Gleich schraeg gegenueber<br \/>ist das Trinity College, eine der aeltesten, aus der britischen Kolonialzeit stammenden Eliteschulen. Leider<br \/>duerfen wir das Gelaende nicht betreten, weil heute, wie im ganzen Land, eine wichtige Zeremonie zum<br \/>Schuljahresende stattfindet (das Schuljahr endet hier zu Weihnachten): das so genannte Prize Giving, bei dem<br \/>Schuelern fuer besondere Leistungen und Verdienste Preise verliehen werden. Auf der Strasse das uebliche<br \/>Verkehrschaos der anarchischen Busse, die mit unglaublich lautem Gehupe und hinter sich stinkende<br \/>Abgaswolken verbreitend, durch die schmale Strasse donnern, dazwischen, wie Ameisen zwischen Elefanten,<br \/>die Tuktuks mit ihrem Getroete, kleine Lieferwagen und einige Privatfahrzeuge, Fussgaenger, die sich<br \/>todesmutig ins Getuemmel werfen, um die Strasse zu ueberqueren, oder, um in einen nur verlangsamenden<br \/>Bus oder Tuktuk zu springen. Wir laufen auf der Parallelstrasse Richtung Zentrum und Kandy Lake, da es hier<br \/>nicht ganz so wild zugeht. Der Kandy Lake wurde schon vor ueber 1000 Jahren von den Kandy-Koenigen als<br \/>Stausee geschaffen, die Briten haben ihn dann verkleinert, als die Stadt wuchs und Wohnraum geschaffen<br \/>werden musste.<br \/>Wir laufen an der Uferpromenade zwischen dem See auf der einen und der wichtigsten buddhistischen<br \/>Staette Sri Lankas, dem Zahntempel, auf der anderen Seite, wo angeblich eine Zahnreliquie des Lord Buddha<br \/>liegt. Der See wirkt ein wenig wie die norditalienischen Seen, umgeben von Bergen. Allein der grosse Sitzende<br \/>Buddha, strahlend weiss am gegenueberliegenden Berghang sitzend, erinnert, wo man ist. Zwei grosse<br \/>Warane liegen am Ufer, Enten schnattern, nahe dem Ufer tummlen sich Hunderte von Karpfen und an einer<br \/>Stelle eine Fischart, die aussieht wie riesige Kaulquappen.<br \/>Unser Ziel ist eigentlich der Britische Garnisonsfriedhof, aber uns laeuft die Zeit davon, weil um 17:00 im<br \/>Cultural Center in der gleichen Ecke eine der taeglichen Auffuehrungen des Kandy Dance stattfindet - wohl<br \/>ein Muss. Der Saal ist voll, und es folgt eine recht kurzweilige und laute, einstuendige Auffuehrung<br \/>verschiedener Taenze, gepaart mit Akrobatik und recht spektakulaeren Kostuemen. Es tanzen Maenner und<br \/>Frauen. Der Ursprung war wohl, dass einer der Koenige von Kandy vor langer, langer Zeit unter einem ewig<br \/>wiederkehrenden Albtraum litt, in dem er immer wieder von einem einaeugigen Tiger gefressen wird. Als<br \/>eine Gruppe von Taenzern durch Kandy zog und mit ihren Taenzen den Albtraum verscheuchte, entstand<br \/>hieraus diese Tradition, erst jahrhundertelang nur von Maennern aufgefuehrt und meist nur innerhalb des<br \/>Tempelgelaendes. Seit die Zahnreliquie nach Kandy gebracht wurde, findet einmal im Jahr eine tanzende<br \/>Prozession statt, deren Mittelpunkt ein prunkvoll geschmueckter Elefant ist, auf dessen Ruecken in einer<br \/>Saenfte der Zahn durch die Stadt geschaukelt wird. Haette doch eigentlich ein bisschen was Erhabeneres sein<br \/>koennen: Ein Auge, oder der Schaedel, oder so etwas... Unter britischer Herrschaft starb die Tradition - war<br \/>denen wahrscheinlich doch zu heidnisch - wurde dann aber nach deren Abgang wiederbelebt und<br \/>irgendwann als Touristenattraktion, nun auch mit Taenzerinnen und Saengerinnen, fuer die Buehne<br \/>adaptiert. Die Taenze und Kostueme sind dennoch nach historischer Vorlage und haben alle eine wichtige<br \/>religioese Bewandnis. Es ist also nicht einfach eine Zirkus-Show. Zum Schluss werden alle Zuschauer<br \/>aufgefordert, sich vor der Buehne um ein grosses Blechbecken mit gluehender Holzkohle zu scharen. Ueber<br \/>diese laufen dann zwei Maenner immer abwechselnd. Ich kann dem nichts abgewinnen, aber es zeugt wohl<br \/>von ganz besonders inbruenstigem Glaube. Meinetwegen.<br \/>Wir laufen im Dunklen zurueck zu unserem Quartier bei Mrs Madugalle und sitzen gemuetlich auf unserer, oh<br \/>Wunder, mosquitofreien Terrasse. Die schlafen wohl schon.<br \/>Es faellt hier in Kandy auf, dass die Menschen recht huebsch sind und, dass sie viel haeufiger gut Englisch<br \/>sprechen als z.B. unten in Miniwangoda, Pinnewala oder Negombo. Das hat sicher mit der langen Dominanz<br \/>der Briten zu tun, die ob des angenehmeren Klimas lieber hier oben in den Bergen lebten als unten an der<br \/>Kueste.<br \/>8.12.2017<br \/>Gestern sind wir nach Peredenya in den Botanischen Garten etwas ausserhalb Kandys gefahren - eigentlich<br \/>mehr Ti zuliebe. Sie war 1993 einmal mit Paul dort, nachdem sie ihn lange darum gebettelt hatte. Es war sehr<br \/>schoen und hat sich total gelohnt. Der Park ist schon seit dem 12. Jahrhundert ein Park der Kandy-Koenige<br \/>gewesen und wurde unter den britischen \"Super Intendents\" immer mehr ausgestaltet. Erst nach dem<br \/>Abdanken der Briten uebernahm ein Sri Lanki die Leitung des Parks.<br \/>Wirklich schoen. Imposante, riesige, uralte Baeume, 40 Meter hohe Bambusstauden, Palmenalleen,<br \/>schnurgerade wie griechische Saeulengaenge. <br \/>Und es gab einen gepflegten Tee am \"Great Lawn\" mit herrlichem Blick. Als wir zurueck sind in Kandy, reicht<br \/>es noch fuer einen Besuch am Britischen Garnisonsfriedhof. Friedhoefe sind immer spannend, weil sie einen <br \/>guten Einblick in die wechselvolle Geschichte einer Stadt geben. Dieser hier wirkt wie aus der Zeit gefallen. Er<br \/>war nicht allzu lange in Gebrauch, nur von ca 1815 bis 1890. Die meisten \"Bewohner\" sind mit unter 30<br \/>Jahren gestorben - wahrscheinlich an allerlei Tropenkrankheiten, davon viele kleine Kinder. Was muss es<br \/>beschwerlich gewesen sein zu jener Zeit! Es ist ja selbst heute noch sehr rueckstaendig. Wie dann damals?<br \/>Mitten auf dem Friedhof ein Kaefig, viel zu klein, mit um die 20 Affen darin. Als Ti den Waerter danach fragt,<br \/>sagt er erst im Scherz, sie wuerden gegessen. Als sie entsetzt reagiert, korrigiert er sich rasch und erklaert,<br \/>die Affen kaemen in Scharen aus dem darueber liegenden Naturpark und ueberschwemmten den darunter <br \/>liegenden Zahntempel regelrecht, staehlen alles, was nicht angenagelt ist, einschliesslich der Opfergaben und<br \/>der Messingdekoration. Deshalb wuerde man sie einfangen, um sie moeglichst weit weg in einem anderen<br \/>Stueck Dschungel auszusetzen.<br \/>Wir landen danach mehr zufaellig im Hotel Casamara in der Parallelstrasse zu unserer Unterkunft, jedoch<br \/>recht nah am Candy Lake, auf der Dachterrasse in einer Bar. Der Ausblick waere bei Tageslicht ganz sicher<br \/>grandios gewesen. Aber auch jetzt am Abend ist es gut. Bestellen vegetarische Curries, die sie erst ein wenig<br \/>widerwillig, dann jedoch in umso groesseren Portionen aus dem unten liegenden Restaurant hoch bringen.<br \/>Heute ist Programmpunkt das Naturschutzgebiet Udawathakele direkt bei Kandy. Haetten gern einen der<br \/>richtigen Nationalparks besucht, Elefanten und Voegel und noch viel mehr gesehen. Aber mit meinem<br \/>Hinkefuss und angesichts unserer begrenzten Zeit - haben ja bei Ti auch noch das einen oder andere vor -<br \/>wird das dieses Mal nichts. Ist aber sicher nicht unsere letzte Reise. Der Udawathakele ist nun die kleine<br \/>Loesung, und unsere vierstuendige Wanderung ist mehr ein ausgedehnter, entpannter Spaziergang und<br \/>erinnert ein wenig an den Schoenbuch bei Neuenhaus - nur, dass hier, anstatt Buchen und Eichen, Teak-,<br \/>Mahagoni-, Brotfrucht-, und Jakbaeume und oberschenkeldicke, endlose Lianen, seltsame Fruechte und im<br \/>Teich, anstatt Enten, Schildkroeten anzutreffen sind, und dass die Vogelstimmen exotischer klingen und<br \/>immer mal wieder Affenhorden die Baumwipfel durchschuetteln. Aber auch hier Fussspuren von<br \/>Wildschweinen und Rehen. Von den Letzteren sehen wir auch zwei - eine dunkelbraune Variante. <br \/>Nach unserer Wanderung erstehen wir noch in einem der Hardware Stores mitten in Kandy eine<br \/>Metallarmatur fuer Tis Kueche, um das \"flimsy\" Plastikteil an ihrere Spuele zu ersetzen; in einem Teeladen,<br \/>zugestellt mit riesigen Teekisten, kauft Josef losen Tee fuer die naechsten hundert Jahre, und noch so dies<br \/>und das gekauft. Gehen dann noch einmal in unsere Unterkunft zurueck, ruhen ein bisschen auf der Terrasse<br \/>und lesen und fahren dann mit dem freundlichen Tukutukfahrer unserer Wirtin auf die andere Seite des<br \/>Kandy Lake oben in den Huegeln zur \"Slightly Chilled Bamboo Lounge\". Die habe ich im Reisefuehrer<br \/>gefunden und find, das klingt ganz gut. Ist es auch. Eine schoene Dachterrasse ueber Kandy, sehr westliche<br \/>Klientel (viele, die hier leben, ist mein Gefuehl), zwei junge Maenner, die schoene Livemusik machen, und<br \/>ausser den Kellnern beinahe die einzigen Sri Lankis sind. Eigentuemer sind ein Englaender und seine<br \/>chinesische Frau. Das Lion-Bier aus den 1-Liter-Flaschen schmeckt uns gut. Als wir nach 22:00 Uhr nach Hause<br \/>kommen, oeffnet uns Mrs. Madugalle in einem Nachthemd aus viktorianischer Zeit: bodenlang und mehrere<br \/>Lagen aus Baumwollspitze.<br \/>10.12.<br \/>Gestern stand auf dem Programm nur noch der Zahntempel, einer der wichtigsten buddhistischen Tempel Sri<br \/>Lankas. Auf dem Weg dorthin und um den Tempel herum ueberall Laeden, wo man sich mit Devotionalien<br \/>(Buddhas in allen Groessen, zu jedem Preis und aus allen erdenklichen Materialien) und Opfergaben<br \/>eindecken kann. Unser Reisefuehrer sagt, Buddha habe zu Lebzeiten eine Liste der Dinge verfasst, die man<br \/>tun muss, um rascher ins Nirvana zu gelangen, hierzu gehoere, die Moenche und Kloester zu beschenken,<br \/>was nun rechte Blueten treibt: In den Laeden werden Paeckchen geschnuert, bestehend aus einer<br \/>orangefarbenen Robe, Essgeschirr, und so dies und das. Die uebergibt man dann im Tempel. Sie kosten um<br \/>die 3000 - 4000 Rupien, was ca 17 - 23 EUR entspricht - richtig viel Geld.<\/p><p>Ansonsten gibt es Lotusblueten, Schuesselchen mit Jasminblueten, Nahrungsmittel, fertig gekochte Speisen.<br \/>Die Moenche sehen alle entsprechend wohlgenaehrt aus. Christina erzaehlt uns, dass viele regelmaessig fuer<br \/>die Moenche kochen und die dann auch ihre Vorlieben nennen: Nein, bitte kein Huhn; ja, bisschen schaerfer;<br \/>bloss keine Brotfrucht-Curries,... Alles bissel mittelalterlich und nach Ablasshandel stinkend. Aber naja,...Das<br \/>Opium der Massen eben.<br \/>Dieser Tempel ist deshalb so wichtig, weil hier ein angeblich vor fast 2000 Jahren bei der Einaescherung<br \/>Buddhas stibitzter Zahn seine vorerst letzte Ruhestaette gefunden hat - wobei der Begriff Ruhestaette relativ<br \/>ist. Denn gestern war Samstag, der Tag, an dem alle Doerfler aus ganz Sri Lanka angepilgert kommen: Eine<br \/>Voelkerwanderung in Weiss. Erst muessen wir durch eine Sicherheitsschleuse, da sich zu Zeiten des<br \/>Buergerkrieges mit den Tamilen jemand dort in die Luft gesprengt hat. Der Metalldetektor hat wohl schon<br \/>vor Langem seinen Dienst aufgegeben, steht nur noch zur Deko da. Alle muessen ihre Schuhe ausziehen,<br \/>bevor sie das Tempelgelaende betreten - auch wir. Fuer unsere Schuhe gibt es ein bewachtes Regal fuer<br \/>Auslaender - die wuerden wohl sonst verschwinden, weil sie meist teuer, zumindest aber anders aussehen,<br \/>als die Tausende von Schlaeppchen. Anschliessend schlurfen wir mit Myriaden von anderen durch den<br \/>Tempel. Hier und das sitzen mitten im Gewuehle Grueppchen von Menschen auf dem Boden, andaechtig ins<br \/>Gebet vertieft. Zentrum des Tempelgelaendes ist der Aufbewahrungsort der Reliquie mitten im groessten der<br \/>Gebaeude. Er wird dreimal am Tag ausgewickelt und der Oeffentlichkeit gezeigt. Aussen herum liegen<br \/>diverse Gebaeude, u.A. eines mit Fotos vom guten alten Raja, dem Tempelelefanten, und er selbst<br \/>ausgestopft hinter Glas. Er war der Tempelelefant, der 50 Jahre lang die Ehre hatte, den Zahn waehrend der<br \/>grossen Prozessionen in einer Saenfte auf dem Ruecken durch Kandy zu kutschieren. In einem weiteren<br \/>laenglichen Glasbau, an ein Gewaechshaus erinnernd, sind der ganzen Laenge lang - wie in einer katholischen<br \/>Kirche Kerzen - mehrstufig Talglichter, gespendet von den Glaeubigen, auf Metallstaendern. Ferner gibt es<br \/>den sogenannten New Shrine, in dem anschaulich auf Englisch und Singalesisch und huebsch bebildert,<br \/>gespendet von der Bank of Ceylon, die wechselvolle Geschichte des Zahns geschildert wird. Er wurde<br \/>naemlich immer mal wieder entwendet, dann wurde ihm an dem jeweils neuen Aufbewahrungsort ein <br \/>Tempel geweiht, bis er dann wieder entwendet wurde. All die Tempel, wo sich der Zahn irgendwann einmal<br \/>befand, sind nun also die wichtigsten religioesen Staetten. Im Hinausgehen schlendert der derzeitige<br \/>Tempelelefant vorbei. Er hat wohl eine Verdauungstoerung und verziert den herrlich weiss gepflasterten Hof<br \/>mit einem mehrere Quadratmeter abdeckenden Diarrhoefleck. Die Glaeubigen schauen kurz etwas<br \/>befremdet und ratlos, aber es gehoert offenbar dazu, und niemand echauffiert sich.<br \/>Kleine Pause auf dem Tempelgelaende<br \/>Nach diesem spannenden und anstrengenden Ausflug gehen wir noch einmal zurueck zu unserer<br \/>freundlichen Mrs. Madugalle, trinken in der angenehm kuehlen und abgedunkelten Atmosphaere ihres stillen<br \/>Empfangszimmers noch einen gepflegten Tee aus ihrem kostbaren Porzellan. Sie erzaehlt uns, die<br \/>Schwiegermutter habe ihnen das Haus vererbt mit der Auflage, es nie zu verkaufen. Jeder, der nachher<br \/>versuchte, Teile des Hauses zu verkaufen, starb oder wurde zumindest sehr krank!<br \/>Die Eisenbahner streiken seit zwei Tagen, weil die Regierung unqualifizierte Kraefte einstellen moechte und<br \/>sie um ihre sicheren Stellen bangen. Recht haben sie. Wir wissen nun nicht, ob ein Zug faehrt, und Mrs.<br \/>Madugalle's freundlicher Tuktukfahrer bringt uns zunaechst zum Bahnhof, der jedoch verriegelt und<br \/>verrrammelt ist. Hier wuerde heute also nix mehr gehen. Er bringt uns zum Busbahnhof, wo wir uns mit allen<br \/>anderen in eine enge, heisse, daempfige, rappelvolle, von srilankischen Schlagern beschallte,<br \/>Sardinenbuechse quetschen. Immerhin haben wir Sitzplaetze. Aber nach 3,5 Stunden ist es dann auch genug.<br \/>Im Gang stehen nochmal mindestens 30 Leute, so dass kaum ein Lufthauch durch die gedraengten Leiber<br \/>dringt - der Farhrkartenverkaeufer schafft es dennoch; keine Ahnung, wie. Auf den Baenken fuer 3 kleine,<br \/>zarte Menschen sitzen sie zum Teil zu fuenft plus Gepaeck. Was sind wir froh, als wir endlich in der Stille vor<br \/>Tis Haus stehen, wo man nur die Dschungelgeraeusche, das Fiepsen der Welpen und ab und zu ein Tuktuk<br \/>hoert. Die Zugfahrt war deutlich angenehmer!<br \/>10.12.2017.<br \/>Morgens kommt ein Kokosnusspfluecker vorbei. Die Nachbarin, Svubodani, sagt Ti Bescheid, weil sie schon<br \/>lange auf einen wartet. Ehe ich meine Kamera zuecken kann, ist er die 10 - 15 m hoch geklettert, schneidet<br \/>insgesamt fast 30 Kokosnuesse herunter und ist ruck-zuck wieder unten. Bei der Gelegenheit erzaehlt uns die<br \/>andere Nachbarin, dass am Tag vorher ein dorfbekannter Drogi von einem der Baeume neun Stueck geklaut<br \/>hat. Laut Ti war dies schon das vierte Mal! Sie hatte ihn schon konfrontiert, ihm gedroht, was ihn alles nicht<br \/>beeindruckt hat. Ich bin der Ansicht, wir muessen zur Polizei gehen. Wir gehen sowieso ins Dorf, weil wir<br \/>auch zum Tierarzt wollen, um zu fragen, wie eine Sterilisierung der beiden Huendinnen moeglich waere. Wir<br \/>gehen also auf der Polizeiwache in das erstbeste Buero. Gleich am Eingang links unter einer Treppe ist eine<br \/>kleine Zelle, mehr ein Verschlag, wo etwa sechs junge Maenner herum lungern. Sie sehen nicht sehr leidend<br \/>aus, muessen grinsen bei unserem Anblick. Wir werden von einem Buero zum naechsten geschickt, sitzen <br \/>schliesslich in einer grossen, recht leeren Amtsstube auf Wartestuehlen an der Wand. Uns gegenueber an<br \/>drei Tischen, nebeneinander gestellt wie eine lange Tafel, huebsch gedeckt mit karierten Decken, darueber<br \/>transparentes Wachstuch, sitzen zwei Polizisten und eine Polizistin, vor sich Buerger, die etwas zu beklagen<br \/>hatten, und schreiben mit Schoenschrift in grosse blaue Buecher. Nichts geht weiter. Irgendwann<br \/>verschwinden zwei der Beamten wortlos. Minuten spaeter taucht ein anderer auf und weist uns an, die<br \/>Warteschlange zu verlassen und ihm zu folgen. Auf der Rueckseite des Gebaeudes sitzt Sergeant Was-weissich und tut sehr wichtig. Unglaublich, wie fehlende Hautfarbpigmente auf die Menschen hier wirken - als sei<br \/>die Kolonialzeit noch immer nicht vorbei. Er versprach also, sich zu kuemmern um den Kokosnussdieb. Wir<br \/>folgen dem Beamten wieder zurueck in die grosse Amtsstube, wo er umstaendlichst und in Schoenschrift,<br \/>immer abwechselnd mit einem roten und einem blauen Kuli, eine ganze Seite in seinem riesigen Buch mit<br \/>unserer ach so wichtigen Geschichte fuellt. Nebenbei erklaert er uns, man werde den Mann jetzt mal fuer<br \/>vier Monate ins Gefaengnis setzen. Aha. Einfach so. Ja, er habe kuerzlich eine Kuh verkauft, die ihm gar nicht<br \/>gehoerte. Aha. Als er fertig ist mit Schreiben, fragt er Christina, was sie denn nun tun sollen: zu ihm gehen<br \/>und mit ihm sprechen oder gar nichts. Haeh? Wir bestenden darauf, dass Uniformierte zu ihm gehen und ihn<br \/>konfrontieren. Als wir wenig spaeter zum Einkaufen durch das Dorf laufen, klingelt Christinas Handy, und die<br \/>Polizei fordert, dass sie ihnen zeige, wo sie wohnt und dann mit ihnen gehe zum Delinquenten. Christina<br \/>mutmasst, dass sie sehen wollen, wo und wie sie wohnt, und ob es bei ihr was zu holen gaebe - zumal wir<br \/>Bleichgesichter ja bei ihr sind, was gleichbedeutend mit Wohlstand ist. Das Vertrauen in die staatlichen<br \/>Instanzen ist nicht eben ausgepraegt. Ihr ist gar nicht wohl bei der Sache, und sie hat mehr Angst als<br \/>Vaterlandsliebe. Sie sagt den Polizisten, sie werde nicht mit ihnen gehen. Irgendwann passt uns eine<br \/>Motorradstreife auf der Strasse ab - wir sind ja unschwer zu erkennen, und wir schicken sie mit Nachdruck los<br \/>zum Dieb. Wahrscheinlich passiert dem guten Mann gar nichts.<br \/>In der einen Tierarztpraxis wird uns dann gesagt, dass der Veterinaer erst in ein paar Wochen wieder da sei.<br \/>Wir geben es auf fuer heute. Endlich sind wir wieder zuhause. Josef und ich ziehen Arbeitskluft an und<br \/>machen uns daran, hinter der Kueche das vom hoeher gelegenen Nachbargrundstueck, dem<br \/>Kokospalmenhain herueberwachsende Dickicht zu lichten, denn sein Gewicht hat schon den Grenzzaun zu Ti<br \/>hinunter gedrueckt. Es ist sehr heiss und schwuel, das Gestruepp stachelig. Aber wir schaffen gut die Haelfte.<br \/>Am fruehen Abend kommt ein Schreiner, der auch Ranjans Veranda gebaut hat, um fuer Ti eine Veranda<br \/>auszumessen und uns am naechsten Tag ein Angebot zu machen.<br \/>11.12.<br \/>Heute hat Ti Geburtstag. Sie geht morgens um 6:00 mit Swubodani zum Altersheim, um dort Speisen als<br \/>Almosen abzugeben. Auch dies ist Teil nicht nur der christlichen, sondern auch der buddhistischen religioesen<br \/>Pflichten. Ti erklaert uns, jeder, der was spenden will, trage sich fuer ein Mahlzeit pro Jahr in eine Liste ein.<br \/>Das fertige Essen wurde mitgenommen und verteilt: Milchreis, Kuchen und Bananen zum Fruehstueck. Ti<br \/>erzaehlt uns spaeter, die Spender seien am Ende oft zu faul, etwas zuzubereiten und braechten stattdessen<br \/>einfach eine Geldspende, was aber den alten Leutchen nichts bringt, weil man ja Geld nicht essen kann.<br \/>Ablasszahlung - sag ich ja. Josef und ich spazieren waehrenddessen ein bisschen durch die Nachbarschaft,<br \/>stibitzen ein paar huebsche Blueten und decken den Geburtstagstisch, so, wie Ti es in Dubai immer fuer uns<br \/>gemacht hat. Hanas Geburtstag haben wir dafuer dieses Jahr verpasst. Dafuer singen wir Ti ein Staendchen.<br \/>Unsere Mission fuer heute ist es, einen Tierarzt fuer die Sterilisierung der einen Huendin zu finden. Nun<br \/>bekommen wir einen Termin fuer den darauffolgenden Donnerstag und fragen uns, wie wir diese<br \/>Hundedame, ein Strassenhund, der keine Leine kennt und noch nie in einem Fahrzeug sass, je ins Tuktuk<br \/>bekommen wuerden. Die zweite Mission fuer heute ist es, mit Ti's Landtiteln, also Grundbucheintraegen, zum<br \/>Anwalt zu gehen, um einmal alles zu sortieren. Das ist filmreif: Mitten in Miniwangoda ein kleines Buero,<br \/>vollgestellt mit fuenf Schreibtischen und ein paar Blechschraenken, mit vielen Menschen in und vor dem<br \/>Buero. Wieder bewirkt unser fremdes Aussehen, dass alle sofort wissen wollen, was wir wollen. Die <br \/>Anwaeltin ist jung, freundlich und geduldig, wie eigentlich alle Menschen hier. Was ein Chaos in Tis Papieren.<br \/>Bin gespannt, ob wir das auch noch alles geregelt kriegen.<br \/>Gestern ist ein Tuktuk durch die Nachbarschaft gefahren und hat lautstark Werbung fuer einen<br \/>Pflanzenmarkt gemacht, der fuer ein paar Tage hier sein soll. Gehen also nach der Anwaeltin dorthin, und Ti<br \/>ersteht einen Neem-Tree, Josef eine Pfefferpflanze. Er macht einen Deal mit Ti, dass die Haelfte der Ernte<br \/>ihm gehoeren wuerde. Klar, sagte Ti, unter der Bedingung, dass er persoenlich kommt und seinen Anteil<br \/>abholt. Das ist doch ein netter Grund, immer wieder zu Ti zu fliegen.<br \/>Wieder zuhause ziehen Josef und ich wieder Arbeitsklamotten an und machen uns daran, den Garten<br \/>aufzuraeumen. Finden lauter kleine Dreckelecken mit Muell, Schutt, etc. Schaffen alles, was noch brauchbar<br \/>ist, hinter das Haus und buendeln es in einer Ecke, machen, oh, Graus ein Feuer und verbrennen Plastikmuell,<br \/>Styroporplatten, etc. Alles andere packen wir in kleine Beutel, um es nach und nach in Miniwangoda<br \/>heimlich, still und leise zu den anderen Muellbeuteln an die Strasse zu legen. Dort wird es wohl abgesammelt,<br \/>wurde behauptet.<br \/>Abends kommt der Verandabauer, um sein Angebot abzugeben: 130.000 Rupien, was ca EUR 760 entspricht,<br \/>inklusive Betonbodenplatte, Dach und Saeulen. Das klingt in EUR nicht viel, ist jedoch hier ein kleines<br \/>Vermoegen. Sri Lanka ist nicht billig. Heide hatte uns vor der Reise gebeten, Ti von ihr 200 EUR zu geben. Wir<br \/>legen noch was drauf, so dass die Veranda praktisch unser Geburtstagsgeschenk fuer sie wird.<br \/>Ein Kind aus der Nachbarschaft hat den schwarzweissen Welpen abgenommen. Gott sei Dank. Nun sind nur<br \/>noch die zwei sandfarbenen da. Wir hofften instaendig, sie werden auch Abenhmer finden, bevor wir wieder<br \/>abreisen - zumal auch Ti 2 Tage nach uns nach Dubai reist, um wieder fuer vier Wochen Zoes Katzen zu<br \/>hueten.<br \/>Eben ist Paul gekommen. Er hat 4,5 Std fuer 40km Luftlinie gebraucht. Der Arme. Er kommt oft zweimal pro<br \/>Woche.<br \/>12.12.<br \/>Heute Nachmittag hat es nach einer Woche zum ersten Mal ca 1,5 Std lang heftig geregnet. Alles ist wieder<br \/>reingewaschen. Es ist ca 18:00, Ti steht in der Kueche und kocht Kleinstmengen verschiedener GemueseCurries. Man haeuft sich den Reis in die Tellermitte und gruppiert die Curries, jeweils einen Essloeffel, um den<br \/>Reis herum, so dass man nachher so eine Art Miniaturbuffet auf dem Teller hat. Sehr lecker, schoen scharf<br \/>und mit Sicherheit sehr gesund. Habe ihr gerade eine der kuerzlich geernteten Kokosnuesse mit so einer<br \/>genialen Vorrichtung in der Kueche ausgeschabt. Einen Vorrat Kokosraspel fuer Coconut Sambal, einer<br \/>Mischung aus den Raspeln, Ziebeln und frischem Chili - wird zum Curry gereicht. Auf dem Dach toben die<br \/>Streifenhoernchen, rennen hin und her, trommeln mit ihren Fuesschen auf dem Wellblech.<br \/>Der schwarzweisse Welpe ist noch immer bei seinen neuen Eigentuemern. Gott sei Dank. Die Mama, ich habe<br \/>sie ob ihres Rehgesichts Bambi genannt, ist jetzt viel ruhiger, laesst die anderen beiden in Ruhe trinken. Sonst<br \/>hat sie immer nur im Stehen gesaeugt und ist nach einer Minute oder gar weniger wieder gefluechtet, die an<br \/>ihren Zitzen haengenden Welpen hinter sich her ziehend. Jetzt saeubert sie sie, zwickt ihnen das Ungeziefer<br \/>aus dem Fell, leckt sie ab. Vorhin hat die Grossmutter einen der Welpen weg gebissen - sie moechte ihre<br \/>Ruhe haben. Da hat sich Mutter Bambi dazwischen geworfen, sich aber sofort auf den Ruecken gelegt, um<br \/>einerseits ihr Junges zu schuetzen, andererseits ihre Unterwerfung zu demonstrieren. Irre! Sozialstudien kann<br \/>man da betreiben.<br \/>Die Nachbarin mit zwei der Welpen<br \/>Nachdem Paul gestern Abend kam, hatten wir zu viert noch eine recht anstrengende Diskussion, die uns alle<br \/>die ganze Nacht beschaeftigte: Ti hat Paul 35 Jahre lang Geld geschickt, und er hat zuletzt vor ueber 20 Jahren<br \/>einen formalen Job ausgeuebt. Die Gruende hierfuer waren ein wenig undurchsichtig. Einmal nahm er einen<br \/>Job nicht an, weil er zu frueh haette aufstehen muessen (\"I have to break rest.\"); einmal wurde ihm gesagt, er<br \/>sei zu alt; wer weiss...? Naja, er hat feinmenanische Sachen gemacht, Radios, Uhren und Fernseher fuer die<br \/>Leute im Dorf repariert, aber nie richtig Geld eingefordert dafuer. Jetzt kann Ti ihre Arbeit in Dubai nicht<br \/>mehr ausueben, da sie koerperlich am Ende ist. Eine Rente beziehen beide nicht. Jedoch hat Paul in drei bis<br \/>vier Busstunden Entfernung, in Piliyandala, ein Haus mit Grundstueck und dann noch anderswo zwei<br \/>Grundstuecke. Er moechte nichts davon verkaufen, jedenfalls nicht so richtig, und das, obwohl er sich um die<br \/>beiden Grundstuecke ueberhaupt nicht kuemmert, so dass sich andere diese ersessen haben. Er tut nichts<br \/>dagegen, pendelt nun alle 2 Tage auf und ab, Ti gibt ihm Geld fuer die Arbeit, die er hier um's Haus macht,<br \/>kocht ihm zu essen und gibt ihm noch Essen mit. Irgendwann sind ihre Ersparnisse aufgebraucht. Sie will auch<br \/>nichts verkaufen, um zu ihm zu ziehen. Beide haben Angst, ihre Eigenstaendigkeit aufzugeben. Dabei<br \/>koennten sie vom Verkauf nur eines der Grundstuecke schon einige Jahre lang leben. Und sie muessen nicht<br \/>fuer Kinder vorsorgen, nur fuer ihren eigenen Lebensabend - wobei Paul schon fast 70 ist, also eigentlich<br \/>mitten drin im Lebensabend. Naja, wir haben ihnen das vorgerechnet; es ist ihre Entscheidung. Jedenfalls<br \/>waren wir nach diesem Gespraech alle genervt, sind auch heute frueh damit im Kopf aufgewacht, und als<br \/>Josef vorschlaegt, dass wir mal fuer ein paar Stunden allein verschwinden, machen wir uns sofort auf den<br \/>Weg nach Miniwangoda, kaufen dort beim Schmid eine neue Sichel fuer Ti, die von Josef, mit seinem<br \/>omanischen Turban behaftet, sehr viel Erstaunen und Belustigung hervorruft. Er sieht ein bisschen aus wie<br \/>Abraham mit Hirtenstock und kurzer Hose. <br \/>Downtown Miniwangoda<br \/>Ach ja, wir haben als Testlauf mal 2 Tueten Muell mitgenommen und in Miniwangoda an die Strasse gelegt,<br \/>wo die Muellabfuhr, bestehend aus einem Mann mit einem Handkarren, wie ein Ochsenkarren. Einwandfrei!<br \/>Dann kaufen wir noch fuer Swubodani schoene Porzellanschuesselchen, nachdem wir, erstens, eine der von<br \/>ihr geliehenen zerdeppert haben und sie, zweitens, Ti sowieso ihren halben Hausstand geliehen hat fuer<br \/>unseren Besuch, und sie uns, drittens, immer wieder irgendwelche Koestlichkeiten ueber die Mauer reicht.<br \/>Dann fotografiere ich fuer Tis Veranda noch ein paar Saeulen, damit sie weiss, was sie in Auftrag geben will.<br \/>Bei einem der Haeuser kommt Stanley heraus, ein erstaunlich hoch gewachsener Sri Lanki und der mal fuer<br \/>ein paar Jahre in der Schweiz in einem Hotel gearbeitet hat und noch immer ein bisschen Deutsch kann.<br \/>Nehmen dann noch einen Tee und ein Roti in einer elendig schmuddeligen Kaschemme zu uns.<br \/>Als wir dann versuchen, auf Schleichwegen zurueck zu Ti zu gelangen, um dem endlosen, stinkenden und<br \/>lauten LKW-Bus-Tuktuk-Konvoi auf der Durchgangstrasse auszuweichen, verlaufen wir uns ein bisschen<br \/>zwischen Reisfeldern und weitlaeufigen Grundstuecken und machen einen recht grossen Umweg. Auf dem<br \/>Weg begegnet uns Ranjan im Tuktuk und dann noch der Veranda-Schreiner. So langsam sind wir integriert.<br \/>Sind platt, als wir nach Hause kommen. Paul ist am Dschungellichten gegenueber als wir kommen, macht<br \/>aber zur Teatime Pause. Sitzen, wie immer am Tag, draussen unter dem Sonnensegel, und die Welpen<br \/>knabbn an unseren Zehen. Es schuettet kurz aus Eimern, und Paul macht anschliessend weiter. Josef fuellt<br \/>nach einer kurzen Siesta das neu geschaffene Beet und die Blumenkuebel mit Erde von draussen neben der<br \/>Strasse auf.<br \/>Noch am Abend beschliessen wir, morgen frueh mit Ti zum Land Registry Department nach Negombo zu<br \/>fahren, um die Titel-Nummer eines ihrer Grundstuecke in Erfahrung zu bringen. Am Morgen fragt uns Paul,<br \/>was wir so vorhaetten heute. Offenbar hat Ti ihm das nicht so richtig erklaert. Er ist wohl davon ausgegangen,<br \/>dass die beiden die Tour machen - was ja gut ist, weil es zeigt, dass er sich zustaendig fuehlt. Fahren<br \/>letztendlich alle gemeinsam mit dem Bus, da nur Paul singhalesisch kann, um Formulare auszufuellen und zu<br \/>lesen (Ti kokettiert ein wenig damit, dass sie nur Englisch lesen und schreiben koenne, sie sei ja schliesslich<br \/>Burger. Ich sage ihr im Laufe der drei Wochen xmal, sie muesse auch singhalesisch lesen und schreiben<br \/>lernen, jetzt, da sie hier fest lebt. ), wir aber vielleicht mit unserer unterpigmentierten Haut die Dinge ein<br \/>wenig beschleunigen koennen. Und, oh Wunder, es klappt alles! Keiner will Schmiergeld, keiner haelt uns hin,<br \/>und wir muessen zumindest fuer diesen Vorgang auch nicht noch einmal kommen. Haben ruck-zuck unsere<br \/>Titelnummer und suchen dann in den umliegenden Hardware-Laeden nach der \"Stecknadel im Heuhaufen\",<br \/>naemlich einer ganz bestimmten Schraube mit Mutter. Ist nix, aber ich finde sie dann spaeter in Tis Fundus,<br \/>und ihr Fundus ist wirklich reichhaltig und vielfaeltig. Jetzt verstehen wir auch, warum sie in Dubai alles, aber<br \/>auch wirklich alles, was wir und andere in Dubai entsorgen wollten, aufgehoben und mitgebracht hat. Man<br \/>kann hier einfach alles gebrauchen. Jeder Stofffetzen, jeder krumme Nagel, jedes kurze Draehtchen, jeder<br \/>zerbrochene Stein ist noch fuer irgend etwas gut und nuetzlich.<br \/>Wir trinken noch einen Tee und zuckeln mit dem Bus zurueck. Dann folgt noch ein kleiner Arbeitseinsatz. Paul<br \/>kaempft noch ein bisschen gegen den Dschungel auf Tis Grundstueck gegenueber, Josef stutzt die zweite<br \/>Haelfte des vom Palmenhain herueber wachsenden Dschungels, und ich macht ein paar Naeharbeiten fuer Ti.<br \/>Hierzu sitze ich am offenen Hoftor, beaufsichtige die zu verkaufenden Kokosnuesse, weise alle vorbei <br \/>tuckernden oder laufenden auf unser Schild \"Welpen zu verschenken\" und auf die Kokosnuesse hin. Bin zwar<br \/>nicht sehr erfolgreich, aber es ist sehr unterhaltsam, hier zu sitzen. Ti kocht zwischenzeitlich fuer uns.<br \/>14.11.<br \/>Heute ist es soweit: Die \"alte Dame\", also die Grossmutter der Welpen kommt unter das Messer und wird<br \/>sterilisiert. Paul versucht bis zum Schluss, es zu verhindern. Er findet den Gedanken, Tieren Leid anzutun,<br \/>unertraeglich. Aber Ti weiss, dass sie demnaechst wieder einen Wurf Welpen hier hat, wenn sie nichts tut.<br \/>Und die Grossmutter will nichts wissen von Welpen: ihr letzer Wurf hat, bis auf Bambi, nicht ueberlebt. Der<br \/>Tuktukfahrer kommt peunktlich, und, oh Wunder, die Grossmutter laesst sich klaglos auf Tis Schoss zum<br \/>Tierarzt fahren, leistet auch kaum Widerstand, als wir sie auf den OP-Tisch setzen. Bis auf ein paar Blutspuren<br \/>vom vorherigen Patienten sieht alles ganz manierlich aus, und Grossmutter uebersteht die Prozedur so gut,<br \/>dass sie am darauffolgenden Tag schon wieder frisst und auch mit den anderen Hunden herum laeuft. Na,<br \/>Gott sei Dank! Wenn Bambi ihre Jungen los ist, muss sie da auch noch durch. Hoffen, Ti kriegt das ohne uns<br \/>gegen Pauls Widerstand hin!<br \/>Wir draengen Ti tagelang, ihre Freundin Arangani her zu zitieren. Ti hatte, waehrend sie in Dubai war, ihre<br \/>drei Stueckchen Land auf Aranganis Namen gekauft und spaeter alle auf sich selbst uebertragen lassen. Ein<br \/>weiteres Stueckchen war noch auf den Namen der Freundin im Grundbuch eingetragen, und es gibt Grund<br \/>zur Annahme, dass es vielleicht besser sei, das auch sofort auf Ti ueberschreiben zu lassen. Es ist eine jener<br \/>unsaeglichen Geschichten von Betrug, Ausnuetzen und Dummheit.... Endlich also bequemt sie sich her, und<br \/>wir treffen sie bei der netten Anwaeltin in Miniwangoda. Die Ueberschreibung klappt, aber wir muessen nun<br \/>morgen noch einmal nach Negombo zum Land Registry Department, um irgendeinen Zettel zu holen, und um<br \/>zu verhindern, dass das Ganze nicht zu einem endlos ueber Whatsapp zu bejammernden Projekt wird.<br \/>Arangani, Ti, die junge Anwaeltin und ich in Tis uebergrossen Sandalen<br \/>Gleich nach dem Besuch bei der Anwaeltin kuemmern wir uns wieder um ein paar Dinge zuhause: ich haenge<br \/>Bilder auf, Josef schafft den letzten Schandfleck im Garten, einen Sandhaufen, hinter das Haus. Paul hat<br \/>zwischenzeitlich mit einer Eternitplatte eine Luecke im Zaun zum oberen Palmenhain hin, durch das die<br \/>Hunde immer nach oben kraxeln und dabei Erde mit herunter reissen, verschlossen. Er versteht nicht, dass<br \/>das Zeug hochgiftig ist und es ausserdem nicht besonders dekorativ ist, wenn im Garten ueberall Bauschutt<br \/>verteilt ist.<br \/>15.11.<br \/>Eigentlich sollten seit Tagen Tis Kuechenzeile vom Schreiner kommen: eine massangefertigte TeakholzEinbaukueche. Wir waren vor ein paar Tagen beim Schreiner, um ein bisschen Druck aufzubauen, und er soll<br \/>also heute um 10:00 kommen. Er kommt natuerlich nicht und verspricht nach Tis Anruf, am Nachmittag zu<br \/>kommen. Also nuetzen wir die Zeit und fahren wieder zum Grundbuchamt nach Negombo. Auch diesmal<br \/>klappt alles wie am Schnuerchen, und wir sind rechtzeitig zurueck. Als wir zurueck kommen, proetteln wir<br \/>alle ein bisschen im und ums Haus herum, bis die Kuechenbauer kommen. Die bauen natuerlich endlos und<br \/>bis nach Dunkelheit herum bis alles passt, und die arme Ti kann nichts kochen. Eigentlich wollen wir ihren<br \/>ganzen Kuechenkram noch aus der Rumpelkammer umraeumen in die Kueche, aber das wird dann auch<br \/>nichts. Daraufhin beschliessen wir, sobald die Kuechenmaenner fertig sind, essen zu gehen und auch Ranjan<br \/>und seine Frau Swubodani einzuladen. Daraus wird dann Ranjan, sein Sohn, seine Frau, deren Mutter und<br \/>Schwester. Das Lokal ueber der Tankstelle gleich an der Hauptstrasse, gibt es nicht mehr. Hatte keiner<br \/>mitbekommen, aber der freundliche Tankwart, der versonnen auf das Restaurant guckt, als saehe er zum<br \/>ersten Mal, dass es geschlossen ist, kennt noch eines ca 3km die Strasse runter. Nachdem wir nun aber zu<br \/>acht sind, passen wir ja nicht in Ranjans Tuktuk. Ranjan wirft kurzerhand Schwaegerin und Schwiemu raus<br \/>und will erst uns hinbringen. Nach wildem Hin- und Hergerenne und Diskussion laedt er die beiden Damen<br \/>und mich schliesslich ein und bringt uns. Wir warten vor dem Lokal auf die anderen und versuchen, uns zu <br \/>verstaendigen. Sie: \"You baby?\"(Hast du Kinder?) Ich: \"Yes 5 baby. And 5 baby baby (Also Enkel). Ich ernte<br \/>Bewunderung. Weiss ja keiner, dass ich hochstapele und drei der Kinder und die fuenf Enkel nicht mein<br \/>Verdienst sind. Ranjan kommt wieder und hat alle anderen in sein Tuktuk gestopft (Presspackung). Setzen<br \/>uns wiederum nach langem Palaver draussen auf die Terrasse des recht ansprechenden Paradise Resort und<br \/>ueberlassen Ranjan die Bestellung. Es gibt vier verschiedene Gerichte, die alle gleich aussehen und gleich<br \/>schmecken, jedoch nicht halb so gut sind wie die Hausmacher-Curries. Aber unsere Gaeste erfreuen sich<br \/>daran und Ti wiederum freut sich, dass wir ihre Wohltaeter ein bisschen verwoehnen. Der Kellner laesst so<br \/>ziemlich alles fallen, was er in die Hand nimmt, ist jedoch sehr freundlich und bemueht.<br \/>16.11.<br \/>Heute ist Mamas Geburtstag und unsere Abreise. Wir sitzen im Ek-Flieger nach Dubai, wo wir uns ein wenig<br \/>erholen wollen von den 3.-Welt-Strapazen. Wir sind ziemlich zerstochen, mein Fuss dauergeschwollen, meine<br \/>Toleranzgrenze fuer Dreck (nicht bei Ti, aber ueberall sonst) erreicht, und Tis Geplapper war dann selbst fuer<br \/>mich genug (fuer Josef schon vor knapp drei Wochen). Gestern Abend wurden wir noch zum kroenenden<br \/>Abschluss von riesigen fliegenden Kakerlaken heimgesucht, so dass ich unter das Mosquitonetz ins Bett<br \/>fluechtete.<br \/>Wir haetten uns noch lange bei Ti verweilen koennen: Die Zaeune um Tis Land muessen alle neu gezogen<br \/>werden, das Unkraut gerodet, Kokospalmen, Tapioka, Bananen und Gemuese gepflanzt werden. Ihre<br \/>Dachbalken muessen ausgetauscht und das Dach mit einer Regenrinne versehen werden. Die<br \/>Regenwasserdrainage aus ihrem Garten heraus funktioniert nicht, so dass bei Regen alles unter Wasser steht.<br \/>Vor der Kueche waere ein erhoehtet Glattstrich gut. Das Tor muss repariert werden..... Never-ending! Es ist<br \/>auch alles eine Frage des Geldes. Und wir moechten ihr nicht zu viel abnehmen. Das waere das falsche Signal,<br \/>und sie wuerde es auch gar nicht wollen.<br \/>Im Nachhinein denke ich, wir haben den Zweck der Reise wirklich erfuellt. Wir konnten ihr mit Vielem helfen,<br \/>und es war auch gut, Paul naeher kennen zu lernen. Wir sind jetzt ruhiger, haben das Gefuehl, dass sie ganz<br \/>gut aufgehoben ist dort, dass Paul und sie sich auch naeher kommen werden in naechster Zeit. Und wir<br \/>werden ganz sicher recht bald mal wieder hin reisen.<br \/>Dubai war dann ein richtiges Kontrastprogramm zu Miniwangoda: Die Dekadenz, der zur Schau gestellte<br \/>Reichtum, die glitzernden Shopping Malls... Aber es hat Spass gemacht. Waren wieder im Ramada Jumeira in<br \/>Satwa, was noch am ehesten dem alten Dubai aehnelt, wie ich es vom Anfang der 90'er Jahre kenne. Haben<br \/>meine Kollegin Owie und ihren Mann Dave und ihre Tochter Kye am Flughafen getroffen, dann spaeter<br \/>Sophia und Ahmed im Creek Golf Club, am Tag drauf Kirsten im Souq Al Bahar mit Blick auf die Fontaenen.<br \/>Josef hat noch Elisabet und Pedro von Thyssen getroffen. Das Highlight war eine Wanderung mit Jasmin und<br \/>Diyaa durch die Wueste zum Fossile Rock mit anschliessendem Abendessen im Qasba-Viertel in Sharjah. Das<br \/>hat dann auch gereicht an Socializing! Ansonsten haben wir den American Eagle ein bisschen leer gekauft<br \/>fuer Weihnachtsgeschenke, unsere Gewuerz- und Nussvorraete vom Jam'iya in Mizhar aufgefuellt, Josef war<br \/>wieder beim indischen Friseur in Satwa, der ihn vom Waldschrat wieder in einen zivilisierten Menschen<br \/>verwandelt hat, und wir haben noch einen Abend im \"City Walk\" verbracht, jener nagelneuen Flaniermeile,<br \/>der das schoene dorfartige Gebiet am Defense Roundabout zum Opfer gefallen ist. Mehr Glitter, mehr<br \/>Laeden, mehr Restaurants, immer dasselbe.<\/p><p>Der Rueckflug, eng gepfercht in der Eco auf der LH war anstrengend, aber ging auch irgendwie vorbei.<br \/>Tolle Reise alles in Allem und nach unserem Geschmack.<\/p>","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/160","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=160"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/160\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":178,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/160\/revisions\/178"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/72"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=160"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=160"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=160"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}