{"id":158,"date":"2017-02-14T05:00:07","date_gmt":"2017-02-14T04:00:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/?p=158"},"modified":"2020-11-29T20:35:32","modified_gmt":"2020-11-29T19:35:32","slug":"hongkong-philippinen-palawan-fruehjahr-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/?p=158","title":{"rendered":"Hongkong, Philippinen, Palawan &#8211; Fr\u00fchjahr 2017"},"content":{"rendered":"<!--themify-builder:block-->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":69,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[28,14,25,22,27,26],"class_list":["post-158","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-24","tag-28","tag-fruehjahr","tag-hongkong","tag-maerz","tag-palawan","tag-philippinen","has-post-title","has-post-date","has-post-category","has-post-tag","has-post-comment","has-post-author",""],"builder_content":"<p>Hongkong\/Philippinen \u2013 Palawan<br \/>14.2.2017 bis 11.3.2017<br \/>Seit fast 10 Jahren planten wir eine Reise nach Palawan. Hatten wir doch von langer Zeit gelesen, dass<br \/>Palawan eine touristisch noch nicht erschlossene Inselgruppe auf den Philippinen sien soll. Mehrere<br \/>Versuche dort hin zu reisen mussten wir verschieben aus unterschiedlichsten Gruenden. Nun sollte<br \/>unser Plan endlich realisiert werden.<br \/>Wir hatten damals \u2013 also vor fast 10 Jahren \u2013 eine einfache Karte im Massstab 1 : 1000.000 gekauft und<br \/>das war das einzige \u201cReisetool\u201d, das wir dabei hatten. Herzlich wenig fuer ein Reiseziel, ueber das es in<br \/>Deutschland wenig bis keine Literatur gibt \u2013 wie sich herausstellen sollte gab es auf den Philippinen<br \/>ebenso wenig\u2026.sogar diese Karte gab es nicht mehr zu kaufen. Gott sei Dank hatten wir diese Karte, um<br \/>die wir im uebrigen sehr beneidet wurden von anderen Touristen, die noch weniger Hilfsmittel hatten<br \/>um auf der Insel navigieren zu koennen.<br \/>Nach einiger Diskussion \u201cwie wir reisen sollten\u201d war wieder mal \u201cFrachter fliegen\u201d das Endergebnis\u2026<br \/>Also, am 14.2. \u2013Valentinstag \u2013 ab nach Frankfurt per Passage, dann mit dem Flughafenbus zum Tor 26?<br \/>Zum \u201cCargo Operations\u201d. Waren frueh dran und wollten in den Aufenthaltsraum einen Kaffee trinken.<br \/>Auf dem Weg dorthin steigen wir in den Aufzug und es steigt aus: Dama Ciano d\u2019Cruz\u2026ein Kollege von<br \/>Rita aus Sharjah\u2026das Leben ist voller Zufaelle. Dama bringt uns zu Ute Doerr, die ich auch kannte von<br \/>einem Flug Cargo ueber Saudi nach Sharjah\u2026.na ja und dann bringt Ute die Rita zu Helge Krueger<br \/>Lorentzen und dort konnte Rita feststellen, dann mach sie noch nicht vergessen hat, ja eigentlich noch<br \/>mehr\u2026sie sich in guter Erinnerung weiss! Umso beschwingter steigen wir dann in den Flieger um zu<br \/>erfahren, dass eine Bremse defekt ist und getauscht werden muss. Das ganze dauert 2 Stunden,<br \/>anschliessend noch betanken und beladen\u2026alles in Allem ein ziemlicher delay! Zu allem Uebel ist\u2019s noch<br \/>Winter, es hat Minusgrade, wir stehen bei geoeffneten Tueren in der Galley und sind bekleidet, wie<br \/>wenn wir schon in den Tropen waeren. Au Backe.<\/p> <p><\/p> <p>Als es dann losgeht ists kurz vor Curfew, aber wir schaffens noch in die Luft. Kommen am naechsten<br \/>Morgen in Mumbai an, nach kurzem Aufenthalt gehts dann weiter nach Hongkong. Kommen dort kurz<br \/>vor 20 Uhr Lokalzeit an\u2026sollten um diese Zeit eigentlich schon im Hotel sein, wo Andreas Schrenk auf<br \/>uns wartet. Zu unserer Ueberraschung funktioniert Rita\u2019s alte Dubai Tel Nr noch und so koennen wir<br \/>Andreas informieren\u2026.alles palette!<br \/>Kaufen die \u201cOktopus-Karte\u201d, die in HK \u201cGold\u201d wert ist. Fahren mit dem Airport Express nach Kowloon\/<br \/>Tsim Sha Tsui, nehmen ein Taxi ins Prudential Hotel und ich bin erneut ueberrascht. Hatte ein Hostel ala<br \/>San Francisco erwartet\u2026aber es wartet ein \u2013 fuer meine Begriffe \u2013 5 Sterne Hotel auf uns.<br \/>Gehen mit Andreas zum Night Market und essen \u201cauf der Strasse\u201d typisch Chinesische Kueche. Trinken<br \/>dazu das suessliche Chinesische Bier\u2026es mundet koestlich. Super Hongkong Stimmung!<br \/>16.2.17<br \/>Schlenkern durch Hongkong, fahren mit der \u201cStar Ferry\u201d nach Hongkong Island, durch die Lockhard<br \/>Road, fahren mit den alten Doppeldecker Strassenbahnen \u201cTrolley\u201d, muessen uralt sein, denn wir sehen<br \/>ein Model im Museum\u2026Fahren am Happy Valley vorbei (Pferderennbahn und Sportanlage, aus der<br \/>Fruehen Konolialzeit, aber heute noch in Nutzung). Treffen uns zum Abendessen mit Andreas, wollen<br \/>nach Soho in HKG Island, wo Andreas ein bestimmtes Restaurant gehen will\u2026.ausgebucht, gehen zum<br \/>Nobelthai. Es wurde spaet, Faehre geht nicht mehr, schaffen grad so die letzte U-Bahn.<br \/>17.2<br \/>Mussten frueh raus\u2026Flug geht gegen 10, wollen 8 am FH sein, also Airport Express um 7\u2026ergo 6<br \/>aufstehen. Das bei 7 Std Zeitverschiebung\u2026Asienreisen sind hart!<br \/>Am Check In gibt\u2019s ne Ueberraschung: Man will uns nicht mitnehmen, weil wir kein Rueckflugticket aus<br \/>den Philippinen haben. Alle Erklaerungen, dass wir PAD fliegen und flexible vor Ort kaufen blab la bla<br \/>nutzen nix. Ich krieg die Meise\u2026Rita greift zum Smartphone und kauft ganz locker und cool ein Ticket<br \/>fuer den 10\/3\/17 Manila nach Hongkong\u2026die Sache ist geregelt. Tja\u2026was lernen wir? Es geht nicht<br \/>immer so, wie wir das gerne haetten\u2026und ein Minimum an Planung muss wohl sein!<br \/>Stop over Manila, der Versuch was ueber Palawan zu kaufen\u2026vielleicht eine detailliertere Karte\u2026Mafi!<br \/>Kommen nach Einbruch der Dunkelheit in Puerto Princessa an: Provinzflughafen, spaerlich beleuchtet<br \/>der Vorplatz des Flughafens\u2026eine Ahnung, dass das wirklich noch nicht so richtig erschlossen ist.<br \/>Ich warte auf Gepaeck, Rita macht sich auf die Suche nach Infos ueber Unterkuenfte. Sie wird<br \/>fuendig\u2026hinter dem Ausgang warten ein paar Halsabschneider mit Angeboten. Hotel, Mietwagen,<br \/>Motorrroller, und Touren\u2026alles bieten die an\u2026wir wollen nur rein Hotel fuer eine Nacht. Herr Totz \u2013 ein<br \/>aufgetakelter Palawaner hat alles anzubieten. Er bringt uns mit seinem Toyota Fortuner direct ins<br \/>Deloro, ein Hotel das \u2013 wenn es sauber und gepflegt waere \u2013 eine Perle sein koennte. Aber in der<br \/>staubigen Nebenstrasse ist es eher unauffaellig. Auffallend ist die Menge an Fledermauskot, der sich im<br \/>Restaurantboden und auf den Tischdecken befindet! Spaeter werden wir Mr. Totz drauf hinweisen, dass<br \/>europaeische Besucher eher ein Hotel ohne Spuren von Fledermauskot auf dem Fruehstueckstisch<br \/>bevorzugen. Spontan wird er seine Staff anweisen zu reinigen\u2026und am naechsten Morgen werden dann<br \/>wieder Spuren sichtbar sein. Long way to go!<br \/>Im Restaurant sitzen 4 Philippinas vor einem reich gedeckten Tisch. Ich werde eingeladen zu probieren<br \/>und nehme einen Grillspiess\u2026Huehnerdarm gegrill \u2013 aber kalt gegessen - stellt sich raus\u2026.hm\u2026weiss<br \/>nicht ob ich das jetzt lecker finden soll. Darm mit oder ohne Inhalt geht mir durch den Kopf\u2026in Asien ist<br \/>alles moeglich.<br \/>Die bunten Ostereier stellt sich raus sind Enteneier, gekocht\u2026.aber halt\u2026mit halbausgebrueteten<br \/>Entlein\u2026.Also Entenembryonen gekocht im Ei. Mit \u201cNein Danke\u201d reagiere ich auf die Einladung\u2026aber<br \/>man will mir das schon zumindest zeigen und die \u201cOberdame\u201d oeffnet ein Ei und wer sitzt da: das<br \/>Entenembryo reckt seinen Kopf, der dann von der Dame schwuppdiewupp abgebissen wird. Mahlzeit!<br \/>Wir gehen dann im Dunkeln der Hauptstrasse entlang Richtung Stadt, am Flughafen vorbei, kommen an<br \/>einem israelischen Restaurant vorbei, diskutieren kurz mit dem Wirt, der ziemlich arrogant wirkt und<br \/>nach meiner UEberzeugung Mossad ist, der Anlaufstelle fuer ex Soldaten ist die auf DRogentour in Asien<br \/>unterwegs sind\u2026.<br \/>Lassen uns bei einem Vietnamesischen kleinen Restaurant nieder und essen Fruehlingsroellchen<br \/>vegetarisch und einer vietnamesichen Rindersuppe. Ach ja\u2026in Puerto Princessa gibts eine grosse<br \/>vietnamesische Community. Ehemalische Fluechtinge, die sich waehrend dem USA \/Vietnam Krieg dort<br \/>nieder gelassen haben.wollen eigentlich schnell aus PP weg\u2026.<br \/>Bleiben dann doch 3 Naechte dort, werden aberim Deloro das Zimmer Nr. 3 am naechsten Tag gegen<br \/>Zimmer Nr. 1 eintauschen.<br \/>18.2.<br \/>Es gibt offensichtlich keine Reiseliteratur ueber Palawan, aber doch einige Touristen. Erfahren also, dass<br \/>Sabang sich lohnen soll, eine amerikanischen Reisepaar (2 New Yorkerinnen) fahren nach Port Barton<br \/>und von dort auf eine der \u201cInseln\u201d und dann sprechen alle von El Nido. Es gibt unterschiedliche<br \/>Informationen zum Sueden, aber es scheint wohl so zu sein, dass der Sueden gefaehrlich ist wegen<br \/>Entfuehrungen\u2026.stimmt so sicher nicht, obwohl waehrend wir auf Palawan waren, offensichtlich ein<br \/>deutscher von einer Islamistengruppe (Abu Sayyaf?) gekoepft worden sein soll. Auch soll der Sueden<br \/>abgeholzt sein und es gaebe nicht so viel Dschungel wie im Norden. Wie auch immer, der Sueden bleibt<br \/>fuer uns ein Geheimnis, weil wir entschliessen und den Norden zu erkunden.<br \/>Aber wie? Die Jeepney Infrastruktur ist nicht so ausgepraegt wie auf anderen Inseln. Es gibt hier Vans zu<br \/>mieten so ne Art Sammeltaxi, das ist das fuer Touristen wohl uebliche Transportmittel. Oder<br \/>Motorroller. Also schau mer mal\u2026.wir sind noch am ueberlegen.<br \/>Wir enrkunden zuerst PP. gehen zum \u201cBay Walk\u201d ein Gebiet am Hafen, das jetzt tagsueber leer,<br \/>verlassen und in der schlaefrigen Hitze verlassen ist. An der Kaimauer ist eine Famile, 3 Kinder, das<br \/>aelteste etwa 10 Jahre. Vater und der aelteste Sohn sind zugange aus dem Hafenboden<br \/>Bauarmierungstahl rauszuhoen. Vom Verkaufserloes des Schrottes lebt die Familie. Die Kinder gehen<br \/>nicht zur Schule. In etwa 1 km Entfernung direct am Meer ist Fischerdorf, sieht recht idyllisch aus. Wir<br \/>wander am Meer entlang dort hin. Sehen zum ersten Mal \u2013 und sind wirklich fassungslos \u2013 Dreck und<br \/>Brutstaette fuer Krankheit. Die Hauser ins auf Stelzen gebaut. Bei Flut sickert das wasser unter die<br \/>Haeuser. Das eigentlich schockierende ist der Muell der unter den Haeusern liegt. Kloaken unter den<br \/>Hauesern. Naeher am Festland fliesst das Abwasser in kleinen Rinnen ueber Gehweg und Fahrweg!<br \/>Unvorstellbar!<br \/>Am Rueckweg lessen wir eine Bekanntmachung von Mitte 2016, dass Jugendliche unter 18 Jahren<br \/>zwischen 22 Uhr und 4 Uhr nicht ohne Eltern unterwegs sein duerfen. Duterte schafft Ordnung.<br \/>Erfahren, dass in diesem Dorf bis vor 10 jahren ein Deutscher mit seiner PH Freundin wohnte. Er als<br \/>Tourist gekommen blieb, kaufte ein Boot und organisierte Ausfluege, dann versuchte er von Fischfang zu<br \/>leben und musste schliesslich sein Boot verkaufen. Letztendlich wurde er von der Polizei aufgefordert<br \/>das Land zu verlassen und verschwand dann. Freundin lebt noch im Dorf.<br \/>Haben waehrend unserer Reise mehrere Geschichten von gescheiterten Aussteigern und vor allem<br \/>depremierenden Beziehung mit Inselschoenheiten und gehoernten westlichen Ehemaennern gehoert.<br \/>Hatten auf dem Weg hierher Passagierboote mit Einheimischen gesehen und entscheiden uns spontan<br \/>auf irgendein Boot zzu steigen und mitzufahren\u2026.Vorraussetzung: Es muss eine Rueckfahrt heute noch<br \/>geben. Fahren nach Manginista, ein Fischerdorf auf der anderen Seite der Bucht. Fahrt dauert ne halbe<br \/>Stunde. Wir sind die einzigen Wessis zwischen all den schnatternden einkaufenden Frauen.<br \/>Angekommen nehmen wire in Dreirad zum Turtle Beach, wo wir Barfuss im Wasser waten, aber direct<br \/>wieder zurueck fahren um die Rueckfahrt noch zu schaffen. Am Hafen montieren 2 an Ihrem Motorrad.<br \/>Reifenpanne: Der Flicken um den Schlauch zu flicken wird mit einem auf einem \u201cLagerfeuer\u201d erhitzten<br \/>\u201cVorschlaghammer\u201d auf den Schlauch geklebt. Abenteuerlich! Das Rad war dazu nicht abmontiert<br \/>worden, sondern nur an einer Seite ueber die Felge gezogen worden. Jetzt soll der Schlauch wieder in<br \/>den Reifen und dann der Reifen wieder auf\u2019s Rad. Die quaelen sich, ich will mich nicht einmischen, aber<br \/>wuesste die Handgriffe. Endlich, nach langer Qual in der Hitze scheinen Sie es zu schaffen. Mittlerweile<br \/>sind wir auf dem Boot auf der Rueckfahrt nach PP.<br \/>Schlenkern noch in PP, wechseln Geld und dann zurueck ins Deloro. Abendessen und Kurzer Besuch bei<br \/>\u201cPeter\u2019s Motobike\u201d, Mieten fuer den naechsten Tag 2 Motorrolller, um zu testen, ob das ne Option<br \/>waere die Insel zu erkunden.<br \/>19.2.2017<br \/>Holen die 2 Motorroller. Alles unproblematisch und ohne viel Buerokratie! Fahren quer durch PP \u2013<br \/>Welch ein Verkehr und Zweittaktblauderdunst! Nach 15 km Fahrt lichtet sich der Verkehr und wir fahren<br \/>durch \u201cLandschaft\u201d, Landwirtschaft und Wald, zunehmend Wald. Die Strasse windet sich die Berge hoch<br \/>bis nach Bancungan, biegen dort links ab nach Naktabang. In Bancungan sind Strassenhaendler, die Obst<br \/>und Fleisch verkaufen. Bei etwa 28 Grad Waerme liegt Schweinefleisch einschl einem ganzen Kopf im<br \/>Freien. Ein gelangweilter Haendler wedelt mit einem Federstab um Fliegen zu vertreiben\u2026.wir werden<br \/>wohl die naechsten Wochen eher auf Fleisch verzichten!<br \/>Fahren ueber eine Betonpiste nach Nagtabang, einer Sandbucht, die idyllisch gelegen am Dschungel<br \/>liegt. Gemaechlich gehts zu dort\u2026Bambushuetten und viel Locals\u2026.wenig auslaendische Touristen.<br \/>Halten uns nicht lange auf, wollen wir doch noch mehr entdecken heute. Fahren zurueck und biegen<br \/>dann rechts ab Richtung Simpocan. Auch hier viel Wald\u2026nach 6 oder 7 km wechselt die Betonpiste in<br \/>Schotter und Waldpiste. Vorbei an kleinen Doerfern und einzelnen Gehoeften. Irgendwann wird die<br \/>Schotterpiste so schlecht, dass an ein Weiterkommen nicht gedacht werden kann\u2026wir drehen um.<br \/>Halten unterwegs an und beobachten eine Gruppe Frauen und Maenner, die aus Bambus<br \/>Hausbaumaterial machen\u2026die Waende. Flechten diese aus gespaltenen und flachgekopften Bambus.<br \/>Verkaufen eine Wand fuer 200 Peso = 4 Euro. Das entspricht einem Tageslohn. Aber dazu spaeter\u2026.<br \/>Einen km weiter biegen wir von der Strasse ab, sehen dort in 300 m Entfernung einen Hof. Auf dem Weg<br \/>dorthin , auf einer kleinen Waldlichtung sind ein Bauer mit Frau und Sohn und 2 Wasserbueffeln und<br \/>schichten Holz auf. Offensichtlich bereiten die einen Kohlenmeiler vor um Holzkohle herzustellen.<br \/>Unterhaltung war kaum moeglich; der Bauer sprach nur ganz ganz wenig Englisch.<br \/>In PP angekommen schmerzten zwar die Glieder, aber voller Tatendrang entscheiden wir uns die Roller<br \/>noch mindestens 5 Tage zu behalten. Vereinbaren mit Peter, dass wir ihn per SMS informieren, sollten<br \/>wir laenger unerwegs bleiben\u2026.<br \/>20.2.2017<br \/>Unser Pack- und Loadmaster Rita packt die Rucksaecke neu. 1 grosser Rucksack soll im Deloro bleiben.<br \/>Mit 2 kleinen Rucksaechen und einem grossen bewaffnet machen wir uns auf den Weg nach Sabang.<br \/>Dort gibts ein Unterwasserfluss, eine der grossen Sehenswuerdigkeiten auf Palawan. Die Fahrt dorhin<br \/>fuert uns wieder an Bacungan vorbei und bei Salvacion biegen wir links ab. Fahrt durch Dschungel und<br \/>Landwirtschaft (viel Reisfelder) auf Betonpiste und teilweise Schotter bis Sabang. Ein Touristenort, der<br \/>meist von Tagestouristen besucht wird. Uebernachten in einer Huette am Strand. Hoert sich romantisch <br \/>an, aber\u2026.hinter den Huetten liegt etwa 1 m hoch Muell, unter der Huette, die auf Stelzen steht ist<br \/>ziemlich meuchelige Masse\u2026das Abwasser von Dusche und Waschbecken fliest einfach auf den Boden.<br \/>Toilette fliesst angeblich in einen ABwasserkanal, der in einen Tank fuehrt?!?<br \/>Naja, eine Nacht geht. Es werden dann doch 2 Naechte, die wir in Sabang bleiben, obwohl in der ersten<br \/>Nacht ploetzlich ein Hund winselt und bellt: Direkt unter unserer Huette. Ebenso Huehnergegacker!<br \/>Gehen morgens frueh los, ohne Fruehstueck, erwarten ziemliches Chaos um in die Bucht zum<br \/>Unterwasserfluss zu gelangen. Geht aber ziemlich geordnet zu\u2026.Sitzen zu 6 in einem Boot. Fahren die<br \/>Kueste entlang bis zur Bucht\u2026.dort aussteigen, Stueck durch den Wald, umsteigen in ein Ruderboot.<br \/>Der Unterwasserfluss soll 25 km lang sein, etwa 8 km sind erforscht und 1.2 km sind mit dem Boot<br \/>befahrbar. Millionen von Fledermaeusen. Unglaublich still ists da drin! Auf der Rueckfahrt zeigt uns der<br \/>Bootfuehrer eine Schlange, die den Kopf hochreckt!<br \/>Mit uns im Boot war ein russisches Ehepaar aus Nishni Novgorod. Olga und Almas. Sie kein englisch, wir<br \/>kein russisch, aber irgendwie klappt die Kommunikation. Entschliessen uns nicht mit dem Boot zurueck<br \/>nach Sabang zu fahren, sondern die Dschungelroute zu waehlen. Kostet natuerlich wieder Eintritt und<br \/>man braucht einen Fuehrer, obwohl man sich nicht verlaufen kann.<br \/>Sehen Monitor Lizards, etwa 1.5 bis 2 m lang, Affen. Der Weg durch den Dschungel ist spannend, 3.5 km<br \/>lang, es geht bergauf und ab. Lohnende Wanderung. Unsere Fuehrering ist 31 Jahre alt, hat 3 Kids und<br \/>spricht ganz gut englsch. Nurli\u2026\u2026Rita hat sie mittlerweile auf Facebook ausfindig gemacht\u2026.<br \/>Zum ersten Mal schwimmen, bisher hat es uns irgendwie nicht gereizt\u2026.<br \/>Wandern gegen Abend zum \u201cWasserfall\u201d, vorbei an einem Buddistischen Tempel, und einer Anlage, die<br \/>von einem Deutschen (Julian) aus Wangen im Allgaeu mit seiner Philippina gefuehrt wird. Er lebt hier<br \/>seit 7 Jahren. Macht keinen so ganz gluecklichen Eindruck. Er war mit seinem Sohn letztes Jahr fuer 6<br \/>Monate in D um im Schichtdienst zu arbeiten und Kohle zu verdienen. Haette gerne das Kindergeld<br \/>weiterin bezogen, waehrend er wieder auf den Philippinen wohnt, aber das Amt hat<br \/>abgelehnt\u2026funktioniert also doch machmal\u2026unsere Buerokratie! Waehrend wir uns unterhalten kommt<br \/>seine Frau vom Einkaufen in PP\u2026zieht ziemlich schick aus, passt gar nicht so richtig in dieses Dorf. Sie<br \/>ignoriert ihn, geht ins Haus, er geht dann hinterher\u2026alles in allem macht das keinen ganz guten<br \/>Eindruck.<br \/>Ein paar Zahlen. Julian bezahlt seinen Mitarbeitern (Basis Tageloehner) 200 Peso (=4 Euro). Diese Zahl<br \/>wird im Laufe der Reise mehrfach bestaetigt. Eine Oberkellnerin in einem 5 Sterne Resort bestaetigt uns <br \/>ein paar Tage spaeter einen \u201cguten\u201d Verdienst von 300 Peso per Tag (=6 Euro). Krankheitstage werden<br \/>nicht bezahlt, wenn keine Gaeste da sind, dann natuerlich auch kein Bezahlung.<br \/>1 0,3 L Bier kostet zwischen 40 und 60 Peso, also etwa 1 Euro oder 25 % eines Tageslohns<br \/>1 Flasche sauberes Wasser kostet 30 \u2013 50 Peso, also 60 Cent bis einen Euro<br \/>1 Tasse Kaffe 50 Peso, also 1 Euro<br \/>1 Crepes Nutella 170 Peso, also fast einen Tageslohn<br \/>Schulgeld in der staatlichen Schule pro Kind 500 Peso\/Monat<br \/>Motorroller 500 Peso\/Tag<br \/>1 Ltr benzin 50 Peso, also einen viertel Tageslohn<br \/>500 gr Spareribs 220 Peso, also einen Tageslohn<br \/>Bei einem Mindestlohn von 8.50 Euro\/Stunde ergibt sich ein Tageslohn von 68 Euro, vor Steuern.<br \/>D.h. uebertragen auf Deutschland wuerde ein Bier oder eine Tasse Kaffee oder eine Flasche Wasser<br \/>wuerden zwischen 12 und 15 Euro kosten.<br \/>Ein Kilo Schweinefleisch Spare Rips etwa 120 Euro!<br \/>Nivea Deo Roller 103 Peso oder etwa 2 Euro oder in angepasster Kaufkraft fast 60 Euro.<br \/>Wer wuerde in Deutschland fuer eine Nivea Deo Roller 60 Euro bezahlen?!?<br \/>22.2.2017<br \/>Nach 2 Naechten in Sabang gehts am 22.2. los nach Port Barton. Am Abend haben wir etwa 150 km<br \/>Betonpiste und Schotter oder Mudroad hinter uns, entsprechend ist alles verspannt. Nehmen uns<br \/>vor dass eine Tagesetappe max 30 plus bissle was sein sollte. Schau mer mal.<br \/>Kurz hinter Sabang sind die sogenannten 100 Caves, die wir natuerlich besichtigen muessen. Dieses<br \/>Hoehlenlabyrint soll angeblich erst Mitte der 90er Jahre entdeckt worden sein. Tatsache ist, dass<br \/>schon seit vielen Jahren in diesen Hoehlen \u201cSchwalbennester\u201d geerntet wurden. Delikatesse in<br \/>China\u2026die essen ja alles!<br \/>Auf jeden Fall sind die Hoehlen seit Mitte 2016 zugeanglich, natuerlich mit Fuehrer, was auch gut so<br \/>ist. Es ist ne ziemliche Kletterei zur und in der Hoehle. Schone Tropfsteine, lehmige, rutschige<br \/>Boeden in der Hoehle, enge Durchgaenge, das auf- und ab in der Hoehle geht ueber gebastelte<br \/>Bambusleitern. Abenteuerlich und teilweise nicht ganz ungefaehrlich. Spannend.<br \/>Es kommen pro Tag etwa 4-5 Besucher, entsprechend willkommen waren wir. Im Grunde lebt von<br \/>dieser Attraktion ein ganzes Dorf. Die Umgebung ist liebevoll gestaltet. Blumen und Gemuesefelder<br \/>mit lokalem Gemuese. Koennte ein Muster Gartenbausiedlung sein. Der Besuch hat sich gelohnt.<br \/>Kommen gegen 16 Uhr in Port Barton an. Im Dorf keine Asphaltstrassen, sondern Sand und Matsch.<br \/>Schoene Bucht mit vorgelagerten Inseln. Tourismus ist schon angekommen, aber alles noch ziemlich<br \/>urspruenglich\u2026also meuchelig und hundig und bissle Hippimaessig.<br \/>Entschliessen uns einem Hinweisschild am Dorfanfang zu folgen. Fahren also nicht ins Dorf, sondern<br \/>auf der Halbhoehe am Bergwald entlang. Die Schotterpiste wird immer enger und ist am Ende nur<br \/>noch ein Trampelpfad, den wir mit den Rollern fahren. Durch einen kleinen Bach und am Ende ist ein<br \/>Tor zum \u2026..muss ich nachschauen\u2026.Auf jeden Fall war das ein sehr gepflegtes Dschungelresort mit<br \/>nur 3 Villen, allerhand Vegetation im etwa 2 ha grossen Garten. Palmen, Bananen,<br \/>Faecherpalmen\u2026Wasserteichen etc. Haben keine so rechte Lust mehr rauszugehen, aber es gibt<br \/>dort nix zu essen. Ich fahre also nochmal mit dem Roller ins Dorf, decke uns mit Peanutbutter,<br \/>Toastbrot Spaghetti und Obst ein und wir koecheln und essen auf unserer Terasse 5 m ueber dem<br \/>Boden, won ach unserer Vorstellung allerhand Schlangegetier sich rumtreiben muesse. Abends<br \/>wirds stockstockstockdunkel. Das Licht erzeugen solargespeiste Batterien. Mit schmerzenden<br \/>Gliedern fallen wir ins Bett um vom Getier auf dem Dach unseres Bungalows geweckt zu werden.<br \/>WAren wohl Fledermaeuse, die es sich auf unserem Dach guetlich taten. In der Nacht regnets<br \/>heftig. Kurz vor Sonnenaufgang erwacht der Dschungel mit seinem eigenen Konzert! Eine schwer zu<br \/>beschreibende Geraeuschkulisse, die sich in der Lautstaerke steigert, bis die Sonne das Kommando<br \/>uebernimmt.<br \/>Nach dem Fruehstueck ins Dorf, am Strand entlang geschlendert. Ueberall werden Kajaks vermietet<br \/>und Bootstouren auf die gegenueberliegenden Inseln, auf denen Resorts sind und auch Camping<br \/>angeboten werden. Viel Hunde mit ihren Hinterlassenschaften am Strand.<br \/>Kommen mit 2 etwa 8-9 jaehrigen Schulmaedchen ins plaudern, die auf dem Nachhauseweg sind.<br \/>Wir gehen mit ihnen den Strand entlang Richtung White Beach. Welch ein Schulweg!<br \/>Unterwegs kommen wir an deren Haus (?) - ist eher ein Bretterbude - vorbei, es rennen uns 4 oder 5<br \/>kleinere Kinder entgegen. Wir werden angebettelt nach Geld, Sweets oder Bananen. Im Sumpf vor<br \/>dem Haus lungern 2 Schweine. Der Vater kommt aus dem Wald mit der Machete in der einen Hand <br \/>und einem Buendel Holzstangen mit der anderen Hand auf der Schulter balancierend. Wir kommen<br \/>aus dem Staunen nicht raus\u2026<br \/>Wir wandern etwa 5 oder 6 km zum White Beach, Palmenhain mit Kokos, eigentlich sehr sehr<br \/>idyllisch, aber so recht will uns das Meer nicht zum Baden einladen. Gegen am Rueckweg bei der<br \/>Tauchbasis vorbei, wo wir am Vormittag schon mal kurz reingeschaut haben. Tauchbasis wird<br \/>betrieben von Doris aus Horb. Melden uns fuer den naechsten Tag zum Tauchen an.<br \/>Fahren dann noch mit den Motorrollern am Schotterweg Richtung San Vicente, einem moeglichen<br \/>naechsten Ziel. Wollen die Dschungelroute testen, ob mit den Rollern machbar. Nehmen auf dem<br \/>Sozius 2 angetrunkene Schweden mit bis zum Wasserfall. Muessen unterwegs durch ziemlich breite<br \/>Wasserlaeufe fahren\u2026grenzwertig.<br \/>Treffen spaeter auf eine paar Jungs aus Bayern, die uns abraten mit den Rollern die Dschungelroute<br \/>zu nehmen. Ist wohl selbst mit Offroad Enduros kaum zu machen.<br \/>Fahren nochmal zu Doris: sieht aus wie 70, ist 55 Jahre alt. Lebt seit 18 Jahren hier, war seither nie<br \/>wieder in Deutschland. Ihre Mutter lebt noch in Horb und hat wohl Doris ein paar Mal besucht, aber<br \/>seit vielen Jahren nicht mehr. Sie ist mit Ihrem Mann, der in D Fernfahrer war, hierher gekommen,<br \/>der aber vor 5 Jahren starb. Woran: Krank. Was hatte er: vieles\u2026..Sie war in Deutschland<br \/>Einkaeuferin bei Yves Rocher und hatte wohl eine Karriere vor sich. Zuvor Ausbildung an der FH<br \/>Reutlingen - Aussenwirtschaft, danach Berufseinstieg. Vater war als Expat in Agypten und Algerien.<br \/>Irgendwas ist schief gegangen, weil sich all das hier nicht so super anfuehlt und die Doris\u2026the \u201cold<br \/>Hag\u201d ziemlich verlebt aussieht.<br \/>But who are we to judge!!!!!!!!!!!<br \/>Auf jeden Fall ist sie ne gute Seele. Unser Problem war naemlich, dass wir zu wenig Bargeld dabei<br \/>hatten und es keine Banken im Umkreis von 70\/80 km gab. Und es dabei keineswegs sicher war dass<br \/>irgendeine Bank ueberhaupt EC Karte akzeptiert. Das war also ein echtes Problem. Die Gute Doris<br \/>hat darauf vertraut, dass wir die TAuchkosten ueberweisen, wenn wir wieder in D sind.<br \/>23.2.2017<br \/>Zwei Tauchgaenge. Schoene Unterwasserwelt. Keine Fische\u2026wohl zuviel mit Dynamit gefischt!<br \/>Kalt, Regen, nicht das spannendste TAucherlebnis.<br \/>Fahrt raus aus der Bucht, Muschelzuchtanlagen.<br \/>Kommen in unser Resort zurueck, ist dort die Malaria Kontrolle. Krankenschwestern, die Blut<br \/>abnehmen. Offenbar sind wir in Malariagebiet\u2026und sooo viele Moskitos!<br \/>24. oder 25.2.2017<br \/>Weiterfahrt. Roxas, Geldbeschaffung. Banken haben keinen EC Automaten. Die Dame am<br \/>Bankschalter empfiehlt zur Tankstelle zu gehen. Dort kriegen wir Bargeld gegen die VISA Karte. 6<br \/>% Gebuehr. Aber das Problem ist geloest.<br \/>Weiterfahrt nach TAYTAY.<br \/>Ein paar Eindruecke:<br \/>- Nachts unglaublich dunkel. Kaum Weg- oder Strassenbeleuchtung<br \/>- Wasserbueffel lungern in Schlammtuempeln<br \/>- Wasserbueffel arbeiten<br \/>- Wasserbueffel ziehen \u201cSchlitten\u201d<br \/>- Bauern reiten auf Wasserbueffeln<br \/>- Reisfelder in allen Stadien. Von hellgruen bis goldgelb<br \/>- Doesende Menschen<br \/>- Sich gegenseitig lausende Menschen.<br \/>- Kokosheine, hohe lichte Waelder<br \/>- Dschungel, dichte dunkelgruene Waelder<br \/>- Mosquitos<br \/>- Kleine Groceries, mit Coca Cola Werbung.<br \/>- Kleine Groceries, die Benzin aus Cola Flaschen verkaufen<br \/>- Zigarettenwerbung agressiv \u201c 5 minutes freedom\u201d<br \/>- Verkauf einzelner Zigaretten ( 3 x for 10)<br \/>- Bambushuetten auf Stelzen<br \/>- Doerfer entlang der Strasse, mal meuchelig, mal gepflegt<br \/>- Lachende Menschen\u2026.trotz Armut<br \/>- Hunde Hunde Hunde<br \/>- Ungepflegte Hunde<br \/>- Hundescheisse!<br \/>- Wenig Verkehr, kaum PKW, Busse brettern durch die Doerfer<br \/>- Waschbrettbetonstrasse<br \/>- Ueberall Strassenarbeiten\u2026mitten im Dschungel<br \/>- Strassenraender ganz kurzes Gras, wird mit Motorsense kurz gehalten.<br \/>- Ab und zu liegt ein Schwein im Strassengraben<br \/>- Koehler stellen Holzkohle her<br \/>- Waesche waschende Frauen<br \/>- Farbige (rote) gekochte Enteneier mit halb ausgebrueteten Entlein\u2026also Entenembryonen<br \/>- Maenner tragen Holzstangen auf der Schulter am Strassenrand entlang<br \/>- Eklige, sich kratzende Koeter<br \/>Kommen in Taytay an, finden einen kleinen Bungalow im \u201cNanna Banana\u201d. Sauber, gepflegt,<br \/>gehoert dem Vize Buergermeister. Man sieht ihm schon an, dass er ein corrupter<br \/>\u201cGEschaeftlemacher\u201d ist.<br \/>Besichtigen dann die Spanische Festung aus 1663 (?). Treffen in der FEstung ein junges Paar<br \/>auf Hochzeitsreise. Aus Bangladesh, leben und arbeiten aber in New York. Unterhalten uns<br \/>laaaange ueber Politik. Interessant, aufgeschlossene Leute.<br \/>Abends treffen wir ein Schweizer Paar. Er Elektriker und Reisefanatiker, erzaehlt begeistert<br \/>von seinen Reisen. Politisieren, bei Le Pen udn Trump sind wir uns einig.<br \/>27.2.2017<br \/>Auf nach El Nido\u2026Fahrt durch dichten Wald. Der warme aber nicht heisse Wind weht uns<br \/>um die Nase. Es geht bergan und bergab. Hinter einer Biegung haengt eine Liane aus dem<br \/>hohen Baum heraus bis mitten auf die Fahrbahn. Ich mache mir Gedanken was wohl<br \/>passiert wenn ein Motorrollerfahrer den nicht sieht\u2026oder nachts hier faehrt?!?. Ich halte an<br \/>und will die Liane runterreissen\u2026.ist fest wie ein Seil\u2026.keine Chance. Also weiterfahren und<br \/>achtsam sein.<br \/>Ein paar Meilen weiter passiert\u2019s dann: Bergab, vor uns ein \u201cDreirad\u201d, wir geben Vollgas und<br \/>ueberholen. Ploetzlich ein riesen Schlag, ich hab das Gefuehl mein Vorderrad ist<br \/>weggeknickt. Aus unendlicher Nebelweite hoere ich Rita, die ruft: \u201cda liegt ein Baumstamm<br \/>ueber der Strasse!\u201d<br \/>Krieg den Roller irgendwie zum weiterfahren, schiesse auf die Gegenfahrbahn und dann auf<br \/>den Grasstreifen. Und dann mit Macht wieder auf die Betonpiste. Halte an und \u2026naja\u2026Blut<br \/>aus dem grossen Zehen. Nagel halb abrasiert\u2026.aber wir haben unser Verbandmaterial! Jod,<br \/>sauberes Wasser aus der Flasche, dann verbinden\u2026Socken drueber und dann weiterfahren.<br \/>30 km hinter uns nix und vor uns nochmal 30 km\u2026.Kommen in El Nido an und ich scheue<br \/>mich ins Hospital zu gehen. Wer weiss was die fuer Ideen haben. Also Apotheke, mehr<br \/>Verbandmaterial kaufen. Neu verbinden, Rita macht das die naechsten Tage super\u2026also<br \/>man hoert schon: Pause ist angesagt. Von wegen mit der Faehre nach Coron und tauchen \u2013<br \/>das wird nix.<br \/>Treffen in einem Caf\u00e9 eine Oesterreicher (Steirer) aus Innsbruck, der 20 Jahre in Asien gelebt<br \/>hat. Hat mal dies mal jenes gearbeitet. Mal ein Resort auf Bali geleitet. Mal in Singapur als <br \/>Lehrer gearbeitet. Seit einem Jahr wieder in Oesterreicht, kriegt ne Rente, weil er seit einem<br \/>Unfall ne Arbeitsunfaehigkeit hat\u2026jetzt ist er von Oesterreich aus viel unterwegs. Im Laufe<br \/>der Gespraeche \u2013 treffen ihn ein paar Mal \u2013 kommt raus, dass sein Vater die groesste<br \/>Baufirma in der Steiermark besitzt. Seine Schwester aktiv in der Firma ist und er sich<br \/>verkracht hat\u2026also ich denke mal, da ist trotzdem ne Erbschaft geflossen\u2026weil man sonst so<br \/>nicht leben kann\u2026.ohne Moos nix los.<br \/>Finden ein so called Resort, eine Anlage mit nur 8 (?)Bungalows. Gehoert einem Schweizer<br \/>und seiner Philippinischen Frau. Sie sind seit ein paar Jahren hier, zuvor hat die Philipina (Niz<br \/>by name) 33 Jahre in Zuerich gelebt und bei einer Bank gearbeitet. Jetzt Vorruhestand. Er \u2013<br \/>Hans Rudi \u2013 war selbstaendiger Konstrukteuer fuer Krananlagen. Jetzt gibts in diesem am<br \/>Strand (hinter dem Friedhof) gelegenen Dschungelresort (Cashew, Bananen, alle moeglichen<br \/>Palmen, auf jeden Fall ziemlich tropisch. Huehner, Ziegen, eine Kuh, Katzen und Hund.<br \/>Moskitos und vermutlich auch Kakerlaken. Die Huehner haben auf dem Kuechentisch Eier<br \/>gelegt\u2026also alles ziemlich urspruenglich.<br \/>Haben 3.5 ha Dschungel in 1991 gekauft. Heute kostet wohl 1 m2 in dieser Lage 5000 Euro.<br \/>Alles in allen ein kleines Paradies\u2026.alleine der Schweizer ist sowas von negativ und<br \/>frustriert, hat morgens um 11 die erste Bierpulle in der Hand und abends um 11 die letzte.<br \/>Seine Frau schmeisst den Laden und er meckert seine Kommentare dazu. Das paradiesische<br \/>Leben ist also nix fuer jeden.<br \/>Beziehen unseren Bungalow, neuer Verband, weil das Blut raussabbert. Rita geht einkaufen,<br \/>machen uns ein Vesper, ich liege auf dem Bett und hab das Gefuehl das Abenteuer ist zu<br \/>Ende.<br \/>Next day: Rita geht ins Dorf und am Strand entlang schlenkern. Ich bleib zuhause. Frage<br \/>mich, wie ich je die Rueckfahrt nach PP\u2026immerhin fast 350 km schaffen soll. Kommt Zeit<br \/>kommt Rat.<br \/>Next day\u2026.mittlerweile haben wir das Datum vergessen\u2026.humple ich mit Rita schon in die<br \/>Stadt. Im Zentrum ein grosser Auflauf. Mobile Zahnarzte oder Zahnmedstudenten<br \/>behandeln die Menschen auf Plastikstuehlen sitzend im Freien. Etwa 10<br \/>Behandlungsstuehle\u2026an uns laeuft ein Patient vorbei und haelt sich seine schmerzende<br \/>Backe. Bohren ohne Betaeubung\u2026war bei uns frueher auch so!<br \/>Am Platz, offensichtlich der Centerpoint vor dem Rathaus haengt ein grosses Transparent<br \/>mit Angaben darueber wofuer die Steuern verwendet wurden. U.a. fuer solche Dinge wie<br \/>Medizin gekauft fuer Behandlung und Vorbeugung gegen Malaria, Dengue, Polio, Mazles,<br \/>Tollwut etc. Krankheiten, die bei als \u201cnicht existent gelten. Aber war erwarten wir? Es gibt in<br \/>all diesen Doerfer oder Staedten keinerlei Klaeranlage. Ueberwiegend fliesst das meiste <br \/>ungeklaert ins Meer. Vor diesem Hintergrund meide ich auch das Meer mit meinem<br \/>verletzten Fuss.<br \/>Am Nachmittag treffen wir in unserem Resor Gunnar \u2013 einen schwedischen Arzt, der sich die<br \/>Wunde anschaut. Er meint alles bestens wie wir das machen. Ich soll nicht ins Wasser und<br \/>dann gibt er uns einen Silikonverband, den Rita direct auf die Wunde legen soll, damit das<br \/>nicth verklebt. Nach seiner Begutachtung gehts mir spontan besser und am naechsten Tag<br \/>machen wir eine lange Strandwanderung und am uebernaechsten Tag gehts auf den Roller<br \/>die Nordseite der Insel zu umrunden. Jawoll!<br \/>Fahren los, vorbei am \u201cFlughafen\u201d von El Nido, zum Liu Beach. Endlos langer Sandstrand.<br \/>Dort wird ein Resort ala Dubai gebaut.<br \/>Fahren wieder zurueck zur Hauptstrasse nach Norden. Biegen eine Schotterpiste nach rechts<br \/>in den Dschungel. Nach 1 oder etwas mehr Km ist die Piste zu Ende. Lassen die Roller<br \/>stehen, gehen zu Fuss weiter. Kommen an einer Huette vorbei\u2026.2 Kinder, 1 Hund. Etwas<br \/>weiter waescht eine Frau an einem Bach Waesche. Wir laufen den Bachlauf entlang. Alles<br \/>ziemlich abenteurlich\u2026leider kommt keine Schlange. Dann eine kleine Lichtung, dort liegt<br \/>ein Schwein, angebunden. Es grunzt interessiert\u2026ist diesem Tier doch langweilig so alleine<br \/>im Wald\u2026dann noch ne Huette. Offenbar ist da auch jemand, aber wir gehennicth<br \/>weiter\u2026alles bissle unheimlich und vor allem\u2026ich kann im Notfall noch nicht so recht<br \/>kaempfen\u2026.nichtmal abhauen\u2026mit meinem Fuss.<br \/>Also zurueck zu den Rollern und dann zur Hauptstrasse\u2026.nach Norden.<br \/>Nactang Beach\u2026next destination. Super Strand. Vielleicht 5 oder 6 km land. Blaue See, viele<br \/>junge Leute\u2026richtig was los hier. Wir sind wohl die aeltesten. Trinken die obligatorische<br \/>Coke\u2026wir fahren weiter, tanken an einer Dschungeltanke (Cokeshop mit Sprit aus der<br \/>Colaflasche. Die Piste wird zunehmend haeufiger unterbrochen von Schotter- oder<br \/>Lehmpiste. Es geht durch Dschungelgebiete. Immer weniger dicht besiedelt. Fragen uns ob<br \/>wir weiterfahren oder umkehren sollten. Entschliessen uns fuers weiterfahren. Irgendwann<br \/>steht die Sonne auf der anderen Seite, d. h. wir sind jetzt Richtung Sueden unterwegs,<br \/>haben also mehr als die Haelfte geschafft.<br \/>Der Betonweg wechselt in Schotter\u2026ueblen Schotter\u2026jemand sagt und \u201cmindestens 10<br \/>km\u201d. Das waren wohl die laengsten 10 km\u2026Ich glaub Rita verflucht mich.<br \/>Irgendwann sind wir im Resort und nehmen uns vor gepflegt essen zu gehen!<br \/>Wollen los und was passiert? Stromausfall. Stockdunkel. Wir trauen uns kaum aus dem<br \/>Resort raus. Gehen dann mit einer Taschenlampe bewaffnet in eine kleine Pancake Bude.<br \/>Die haben zwar keinen Strom, aber einen Gasherd. Im Schein meiner TAschenlampe bruzeln <br \/>die uns 2 Pancakes und dazu 2 Bier. Das war der Abend, an dem uns die Moskitos<br \/>erwischten! Dann kommt der Oesterreicher (Mario) daher, gesellt sich zu uns und wir<br \/>goennen uns noch ein Bier! Strom ist uebrigens immer noch weg!<br \/>1.3.2017, steht zumindest in meinen handschriftlichen Notizen<br \/>Wandern am Strand entlang, kommen fast in Liu Beach raus. Man kann wohl um die ganze<br \/>Insel zu Fuss gehen. Abwechseln weisse Sandbuchten und Dschungel, der bis zu Meeresrand<br \/>reicht.<br \/>Wollen uns um die Rueckreise kuemmern\u2026kein Internet an diesem Tag. 3.Welt\u2026.<br \/>Am Abend erleben wir noch die \u201cschwedische Drinking story\u201d. Weis gar nicht, ob ich die<br \/>schreiben soll, aber ich hab sowas noch nie gesehen:<br \/>1. wir sitzen mit Niz und HansRudi zusammen. Der Schwede Gunnar kommt, wir<br \/>unterhalten uns, diskutieren ueber Politik und Schweden und Gott und die Welt.<br \/>2. Gunnar verkuendet, er gehe jetzt zum Abendessen\u2026ich gehe davon aus mit seiner Frau.<br \/>3. Gunnar geht. Nach 15 Minuten gehen Rita und ich ebenfalls Richtung Restaurant. Dort<br \/>angekommen sehen wir Gunnar alleine am Tisch sitzen<br \/>4. Wir gehen hin und fragen, ob wir uns dazu setzen duerfen. Gunnar reagiert etwas<br \/>seltsam und ich sag zu ihm: Wenn Du privacy mit Deiner Frau willst, dann gehen wir<br \/>weiter.<br \/>5. Er bedeutet uns auf fast abweisende Art wir sollen Platz nehmen er waere<br \/>alleine\u2026.etwas befremdet, aber wir kommen aus der Situation nicht raus und nehmen<br \/>Platz. Da sehen wir dass 4 leere Bierflaschen dort stehen und noch 2 volle. Er gleichzeitig<br \/>eine Longdrink zu sich nimmt.<br \/>6. Den Rest lasse ich jetzt aus\u2026wir verziehen uns sofort nach dem Essen.<br \/>7. Sitzen noch auf der Terasse mit Niz und HansRudi. Dann wankt Gunnar\u2026.immerhin ein<br \/>fast 2 Zentner Koloss ins Resort herein\u2026die Taschenlampe leutet ihm den Weg.<br \/>Ploetzlich ein Rumpler und Gunnar liegt ruecklings, wie ein Kaefer alle 6e \u2013 Gunnar alle<br \/>Viere \u2013 von sich streckend hilflos am Boden. Die Hunde spielen verrueckt. HansRudi und<br \/>ich ziehen Gunnar wieder hoch.<br \/>8. Next Morning: Gunnar kommt zum Fruehstueck\u2026fidel und wohl gelaunt<br \/>Versteh\u2019s einer!<br \/>2.3.2017<br \/>Coron Coron\u2026die andere Richtung von El Nido. Herrlich weisser Strand, mit vielen grossen<br \/>Clams\u2026<br \/>Nach einigen km gelangen wir an eine 5 Sterne Anlage, die wie wir hoeren, von einem franz.<br \/>Filmteam gemietet wurde. Auf der Nachbarinsel wird eine Reality show gedreht. Die<br \/>Oberkellnerin erzaehlt sie verdient 300 peso am Tag. Das ist guter Verdienst. Sie will den Job <br \/>nicht verlieren, obwohl ihr Mann in Puerto als Fischer lebt und ihr Kind bei der Grossmutter<br \/>auf einer anderen Insel. Sie ist etwas ungluecklich, weil Ihr Mann wohl ein Mistress hat.<br \/>Dass die Kinder bei den Grosseltern aufwachsen schein sehr haeufig vorzukommen,<br \/>zumindest hoeren wir das immer wieder. Kennen auch Philippinos in Dubai, die das so<br \/>gehandhabt haben.<br \/>3.3.2017<br \/>Verabschieden uns mit viel TamTam von Niz und Hans Rudi. Die sind fast traurig\u2026wir waren<br \/>wohl Abwechslung in ihrer Aussteigerlangeweile und weil wir so viel gefragt und diskutiert<br \/>haben\u2026wir hatten halt mehr Zeit als andere Touries.<br \/>Fahren los Richtung Tay Tay, fast unberuehrter Dschungel auf den ersten 25 km. Haben das<br \/>auf der Herfahrt gar nicht wahrgenommen, Bauern sind an einem Reisfeld damit beschaeftig<br \/>einen Motordraescher aufzubauen. Halten an und beobachten den Spektakel. Diesel,<br \/>Rauchwolken, aber unglaublich effizient. Der Reis wird in Blecheimer und dann in Saeche<br \/>abgefuellt. Eine Bauersfrau kommt und holt sich einen Sack ab, ein beruehrendes Erlebnis zu<br \/>sehen, wie diese Bauern die reiche Ernte einfahren, von der sie am Ende doch nur ein<br \/>kaergliches Einkommen erzielen. In einem solchen Moment wird umso deutlicher in<br \/>welchem Wohlstand wir leben und doch vielfach unzufrieden sind! Fahren weiter.<br \/>Kommen an einem Dorf vorbei. Heute ist Dorffest. Ein Basketballspiel is ongoing. Als wir ins<br \/>Dorf fahren kommt uns ein Kompanie schwerbewaffneter Soldaten entgegen, die in je einer<br \/>Reihe auf beiden Seiten der Strasse patrolieren\u2026erinnert mich an die Vietnam Reportagen.<br \/>Die Soldaten im Dschungel. Es hat mir richtig Angst eingejagt\u2026.vor dem Hintergrund der<br \/>ganzen Duterte Diskussionen umso mehr. Die Dorfbevoelkerung sagt und die Soldaten<br \/>waeren zur Sicherheit hier. Auf dem Dorffest gaebe es abends, wenn die Maenner<br \/>alkoholisiert sind wueste Schlaegereine. Das wuerden die Soldaten dann beenden.<br \/>Wieder ein paar KM weiter arbeitet ein Schmid (Blacksmith) an seinem Amboss \u2013 schmiedet<br \/>ein Machete. Sein Sohn betreibt den Blasebalg. Archaisch \u2013 und wenn wir Platz haetten<br \/>wuerde ich ganz sicher ein Machete mitnehmen!<br \/>Dann noch einen Wasserfall besichtigt. Mit Fuehrung\u20263 Wasserfaelle, immer hoeher den<br \/>Berg und Wald hoch\u2026<br \/>Kommen in TayTay an, wohnen wieder beim Vice Buergermeister. In der Stadt is an diesem<br \/>Wochenende ein Schwulenfestival. Bevor wir zum ABendessen gehen fahren wir noch ein<br \/>Stueck den Berg hoch, Ziel unbekannt, aber wir haben noch nicht genug. Kommen in voellig<br \/>abgelegene Gebiete, einzelne Hauser, totgefahrene Schlangen auf der Strasse. Nach ein paar<br \/>KM sehr gut zu sehen der Dschungelrand und die gerodeten Felder bis direct zum Wald.<br \/>Abendessen im\u2026\u2026\u2026..treffen ein Leipziger Paar. Sie arbeitet beim Jobcenter und er bei Total<br \/>in der Produktion. Man trifft immer Menschen, die was zu erzaehlen haben. Nach Palawan<br \/>kommt halt nicht der normale Tourist, dort trifft man eher die neugierigen Abenteurer.<br \/>4.3.2017<br \/>Tay Tay\u2026naechstes Ziel Kingki Beach. Fahren durch dichten Dschungel, keine Doerfer,<br \/>einzelne Haeuser nur. Erwarte ein 5 Sterne Resort. Pustekuchen! Es ist ein Palmenstrand<br \/>mite in paar einzelnen Haeusern, die einfach, fast verwahrlost sind. 1 Haus vermietet<br \/>Zimmer, Sprechen mit einem franzoesische Paar, die grad zusammenpacken und die Abreise<br \/>vorbereiten. Wollen uns in das 2. Zimmer einmieten, sehen aber Fledermausdreck auf dem<br \/>Laken. Die Wirtin sagt wie selbverstaendlich, dass im Giebel des Hausen, das direct ueber<br \/>dem Zimmer ist, Tiere wohnen! Beschliessen zu warten und das Zimmer der Franzosen zu<br \/>uebernehmen. Das Haus selbst ist ohne Fenster, sondern alles ist offen gebaut. Auch zum<br \/>Nebenzimmer gibt es keine geschlossene Decke, sondern die Zimmer sind frei nach oben.<br \/>Man hoert also jedes Geraeusch. Das ist wohl damit die Luft zirkulieren kann. Moskitos dann<br \/>halt auch.<br \/>Wandern am Strand entlang. Gelangen an eine Palmenplantage, wo 3 Frauen am arbeiten<br \/>sind. Unterhalten und ueber Palmenwirtschaft. Jungs aus den Doerfen sind die wichtigen<br \/>Mitarbeiter, die auf die teils 20 m hohen Baeume klettern und die reifen Kokosnuesse<br \/>runterwerfen.<br \/>Herrliches Abendessen mit gegrilltem Tunfisch, Reis und Salat und das obligatorische San<br \/>Miguel Bier.<br \/>Es gibt keine Hunde und Huehner, das Meeresrauschen ist das einzige Geraeusch in dieser<br \/>Nacht. Ich muss immer an Tsunami denken, wenn wir so direct am Meer schlafen, zumal<br \/>entlang der Kueste immer wieder mal Hinweisschilder \u201cEvacuation Center\u201d gesehen haben.<br \/>Tsunamigebiet hier ueberall!<br \/>5.3.2017<br \/>Next Morning geht ne Familie mit 2 Kindern am Strand entlang. Vater und Sohn gehen ins<br \/>Wasser, werfen Netz aus und fangen das Fruehstueck. Spaerliche Ausbeute. Auch hier ist<br \/>das Meer ueberfischt! Finden am Strand eine etwa 30 cm oder etwas mehr Clams. Wuerden<br \/>sie ja zu gerne mitnehmen\u2026kein Mensch interessiert sich hier fuer sowas\u2026aber trauen uns<br \/>nicht. Ist halt gegen das Artenschutzgesetz!<br \/>Fahren nach PP. Kommen dort gut an. Machen unterwegs an ner Tanke nochmal halt.<br \/>Treffen dort 4 Deutsche, die neidisch sind auf unsere 10 Jahre alte Karte von Palawan. Es<br \/>gibt also wohl wirklich kein Kartenmaterial zur Insel.<br \/>Finden ein Zimmer im Hotel AUDISSI, fahren zu Peter und entscheiden die Roller noch einen<br \/>Tag zu behalten. Holen unser Gepaeck im DELORO und entscheiden spontan fuer den<br \/>naechsten Tag in einer Anlage \u201cMERCEDES\u201d eine Nacht zu buchen. Das ist in \u201cwalking<br \/>distance\u201d zum Flughafen.<br \/>Wollen unseren Flug buchen, Stromausfall in ganz PP, also auch kein Internet. Wieder mal 3.<br \/>Welt Erlebnis.<br \/>Muessen zum Townoffice von CEBU AIR. Zahlung nur mit cash moeglich. Gott sei Dank<br \/>haben wir noch\u2026.<br \/>Abends essen wir in der Hafengegend, wo viele Fressbuden Dinner anbieten. Am Nebentisch<br \/>ein Emirati aus Abu Dhabi in weiblicher philippinischer Begleitung.<br \/>6.3.2017<br \/>Bringen Gepaeck ins \u201cMercedes\u201d. Fahren dann mit den Rollern durch ein vornehmes<br \/>Villenviertel durch die Stadt, Dt\/PH Baeckering, Radiostation vorbei und dann an einem<br \/>Museum (erinnert an eine Burganlage\/Fort. Hiess \u201cPlaza Cuartel\u201d). Dort waren offensichtlich<br \/>US Soldaten waehrend dem 2. Weltkrieg gefangen und wurden gegen Ende des Kriegs von<br \/>den Japanern bei lebendigem Leib verbrannt\u2026..<br \/>Fahren dann zur Krokodilfarm (mit angeschlossenem traurigen Zoo). Abgasschwangere<br \/>Luft\u2026<br \/>Die Krokofarm wird in jedem Reisefuehrer und auch vor Ort immer unter den 10 wichtigsten<br \/>Sehenswuerdigkeiten erwaehnt. Krokodilfleisch wird ueberall angeboten. Das ganze ist auch<br \/>sehr interessant, weil wir noch nie so viele und auch so grosse Krokodile gesehen haben.<br \/>Salzwasser-Meereskrokodile und Suesswasserkrokodile, bis soweit ich mich erinnere 10 m<br \/>lang und ueber 100 Jahre alt. Trotzdem haben wir zweifel, ob das alles artgerecht ist. Auf<br \/>jeden Fall ist es ein Beitrag zum Erhalt dieser vom aussterben bedrohten Tiere.<br \/>Die angeschlossenen Gehege fuer einheimische Tiere sind schauerlich verkommen\u2026.<br \/>Eintritt war 50 Peso, also 1 Euro, Kinder 25 Peso\u2026.Spaeter haben wir eine Verkaeuferin<br \/>getroffen, die, obwohl Sie ganz in der Naehe der Anlage arbeitet, mit ihren Kindern noch nie<br \/>hier war. Klar\u2026bei 4 Euro Tageslohn waere es doch mit Mann und 2 Kindern ein Tageslohn<br \/>Eintritt\u2026.kann man sich nicht leisten!<br \/>Hatten nicht auf dem Radarschirm, dass die Philippinen soooo arm sind. Die, die wir aus<br \/>Dubai kennen gehoeren dort ja eher zur Mittelschicht. Kein Wunder, dass da keiner zurueck<br \/>will.<br \/>Freuen uns auf die Heimreise\u2026genug Dreck und Armut gesehen.<br \/>Abends gehen wir nochmal essen, bleiben in einem Strassenrestaurant, das von einem Dt<br \/>betrieben wird haengen. Gute Stimmung, alle Dt der Stadt sind dort regelmaessig zu Gast.<br \/>Der Koch, Typ Abenteurer, war Koch im Restaurant Kieler Landtag. Wollte raus und blieb in<br \/>PP haengen. Dieser Thomas ist mittlerweile mit Philippina Joanne verheiratet. Kocht uns ein<br \/>richtiges Schnitzel mit Pommes\u2026Good food! Bei 5 Euro kann er daran nicht so viel<br \/>verdienen, aber die Preise sind halt so hier\u2026ist ohnehin oberes Ende dieser Preis. An<br \/>Getraenken hat er nix, weil die Bar, mit der er zusammen arbeitet die Getraenke macht, er<br \/>die Kueche.<br \/>7.3.2017<br \/>Flug nach HKG. Kommen an es ist kalt\u2026werden die naechsten 3 Tage frieren.<br \/>Sind im Best Western Kowloon, treffen Andreas zum Abendessen.<br \/>8.3.2017<br \/>Verbringen den ganzen Tag im HKG Museum, Mittagessen kurz raus in eine Chinesische<br \/>Suppenkueche, dann wieder ins warme Museum.<br \/>9.3.2017<br \/>Treffen Tobias Engelmaier zum Mittagessen\u2026TKE Gefuehle der negativen Art kommen hoch.<br \/>Wandern anschliessend ueber die Berge mehrere Stunden zurueck zum Hafen, fahren mit<br \/>der Faehre nach Kowloon und sind dabei Andreas Schrenk abzusagen, mit dem wir<br \/>verabredet sind. Er kommt dann doch zu uns wir ziehen los. Netter, feuchtfroehlicher<br \/>Abend.<br \/>10.3.2017<br \/>Abends sollen wir unsere Crew, die uns ueber Alma Ata (Kasachstan) nach Frankfurt bringen<br \/>wird am Flughafen treffen. <br \/>Es ist wirklich kalt draussen und wir Dschungelabenteurer haben nix waermendes dabei, so<br \/>dass wir uns recht bald auf den Weg zum Flughafen machen\u2026verbringen dort ein paar<br \/>Stunden lesend im Airporthotel.<br \/>Rueckflug mit Cargo\u2026nur die FirstClass ist vielleicht noch eine Tick besser.<br \/>Kommen gut am 11.3.2017 in Stuttgart an. Dann mit U-Bahn und Bus nach Aich. Schlendern<br \/>mit unseren Rucksaecken durch die Karl-Moerike Strasse auf das Haus Nr. 42 zu!<\/p>","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=158"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":165,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/158\/revisions\/165"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/69"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rijo-travel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}